Prinz Charles' Ex-Diener lässt Stiftungsamt nach Vorwürfen wegen Geschäftskontakten ruhen

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Prinz Charles (AFP/Jane Barlow)

Ein enger Vertrauter von Prinz Charles lässt nach einem Medienbericht über Verbindungen zu einem saudiarabischen Geschäftsmann seinen Vorstandsposten bei einer Wohltätigkeitsorganisation des britischen Thronfolgers ruhen. Michael Fawcett habe sein Stiftungsamt bis zur Klärung der Vorwürfe zweier Zeitungen vorübergehend niedergelegt, teilte die Prince's Foundation am Sonntag mit. Fawcett, ein ehemaliger Kammerdiener von Charles, soll einem saudiarabischen Geschäftsmann eine königliche Auszeichnung und die britische Staatsbürgerschaft gegen Spenden für Charles' Stiftung versprochen haben.

Der saudiarabische Geschäftsmann Mahfus Marei Mubarak bin Mahfus hatte große Summen für Projekte gespendet, die für den Prinzen von Wales von besonderem Interesse waren. Mahfus streitet Berichten zufolge jegliches Fehlverhalten ab.

Charles' Stiftung, die Arbeitslosen hilft, wieder in Arbeit zu kommen und kleine Unternehmen zu gründen, erklärte, sie nehme die Zeitungsberichte "sehr ernst". Berichten zufolge war Fawcett ein treuer Diener und enger Vertrauter, der Charles Zahnpasta auf die Zahnbürste drückte und ihm beim Anziehen half. "Ich komme ohne alle aus, außer Michael", soll der Prinz einmal gesagt haben.

Bereits im Jahr 2003 wurde Fawcett vom Vorwurf des finanziellen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit dem Verkauf königlicher Geschenke freigesprochen. Er wurde 2018 nach einer Umstrukturierung von Charles' Wohltätigkeitsorganisationen zum Vorstand der Stiftung ernannt.

mkü/cp

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