Prinz Harry und Meghan erwarten ihr zweites Kind

Sylvain PEUCHMAURD
·Lesedauer: 3 Min.
Harry und Meghan im Oktober 2019

Der kleine Archie wird großer Bruder: Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan erwarten ihr zweites Kind. "Wir können bestätigen, dass Archie ein großer Bruder wird", teilte ein Sprecher des Paars am Sonntagabend mit. "Der Herzog und die Herzogin von Sussex sind überglücklich, dass sie ihr zweites Kind erwarten." Meghan hatte nach eigenen Angaben erst im Juli eine Fehlgeburt erlitten.

Prinz Harry und die ehemalige US-Schauspielerin Meghan Markle hatten im Mai 2018 geheiratet, ein Jahr später kam Archie zur Welt. Ende März zog sich das Paar offiziell aus der ersten Reihe des britischen Königshauses zurück - später machte der 36-jährige Enkel der Queen vor allem den Druck der Medien auf sich und seine 39-jährige Frau für ihre Entscheidung verantwortlich. Inzwischen lebt die kleine Familie hauptsächlich in Meghans US-Heimat Kalifornien.

Königin Elizabeth II. gratulierte den werdenden Eltern im Namen der ganzen königlichen Familie. Die Queen, ihr Ehemann Prinz Philip, Harrys Vater Prinz Charles und die gesamte Familie seien "hocherfreut" über Meghans Schwangerschaft "und wünschen ihnen alles Gute", erklärte ein Sprecher des Buckingham-Palastes.

Harry und Meghan ließen die freudige Nachricht am Valentinstag verbreiten - und genau 37 Jahre nach der Nachricht, dass Prinz Charles und Prinzessin Diana ihr zweites Kind - Harry - erwarten. Dazu ließen Harry und Meghan ein Schwarz-Weiß-Foto veröffentlichen, das die beiden lächelnd unter einem Baum sitzend zeigt. Meghans Kopf liegt in Harrys Schoß, ihre rechte Hand liegt auf ihrem Babybauch.

Der Fotograf Misan Harriman, ein langjähriger Freund des Paares, schrieb dazu im Onlinedienst Twitter, er habe bei Harrys und Meghans Hochzeit den Beginn ihrer "Liebesgeschichte" miterlebt und fühle sich geehrt, nun das Wachsen ihrer kleinen Familie im Bild festzuhalten.

Für die Royals wird das zweite Kind von Harry und Meghan ein Novum, wie die Königshaus-Expertin Victoria Murphy der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es wird neben der britischen auch die US-Staatsbürgerschaft haben und als erstes ranghohes Mitglied der Königsfamilie seit der Geburt von Prinz Philip im Juni 1921, also vor fast hundert Jahren, wohl außerhalb Großbritanniens zur Welt kommen.

Murphy geht davon aus, dass das Royal Baby die meisten seiner königlichen Verwandten erst Monate nach seiner Geburt treffen wird. Der Royals-Experte des Londoner "Evening Standard", Robert Jobson, hofft dagegen darauf, dass Meghan und Harry über ihr neues Babyglück "neue Brücken" zum Königshaus bauen werden.

Auch die britischen Boulevardzeitungen, die von Harry und Meghan schon mehrfach wegen einer Verletzung ihrer Privatsphäre verklagt wurden, begrüßten die freudige Nachricht. "MEGnificent" titelte am Montag die "Daily Mail" - ein Wortspiel aus dem Namen Meghan und dem englischen Wort "magnificent" (großartig). Die "Sun" widmete ihre Schlagzeile dem "Valentinstags-Glück der Sussexes". Der "Daily Star" ätzte allerdings: "Öffentlichkeitsscheue Frau sagt 7,67 Milliarden Menschen: 'Ich bin schwanger'."

Meghan hatte im November in einem sehr persönlichen Beitrag für die "New York Times" berichtet, dass sie im Juli eine Fehlgeburt erlitten hatte. Sie beschrieb die tiefe Trauer nach dem Verlust ihres Babys und beklagte, dass Fehlgeburten nach wie vor ein Tabuthema seien und Betroffene deshalb in ihrer Trauer oftmals allein blieben.

In dem Artikel beschrieb die Herzogin von Sussex, wie sie nach dem Windeln wechseln plötzlich einen stechenden Schmerz spürte und zu Boden ging. "Während ich mein erstgeborenes Kind im Arm hielt, wusste ich, dass ich mein zweites verlieren würde".

mid/bfi