Prinz Harry: Als Soldat in Afghanistan hat er 25 Taliban getötet

Prinz Harry diente viele Jahre als Soldat. (Bild: imago/APress)
Prinz Harry diente viele Jahre als Soldat. (Bild: imago/APress)

Minütlich tröpfeln schon jetzt Inhalte aus Prinz Harrys (38) Autobiografie "Spare" (Deutsch: "Reserve"), die eigentlich erst am 10. Januar offiziell erscheint, an die Öffentlichkeit. Die neueste Meldung, die unter anderem die britische Zeitung "The Telegraph" aufgreift, befasst sich mit Prinz Harrys Militärdienst in Afghanistan. Erstmals spreche der Sohn von König Charles III. (74) in seinem Buch über die Menschen, die er dort während seiner Zeit als Pilot eines Apache-Helikopters getötet habe.

25 Mitglieder der Taliban seien im Laufe seiner insgesamt sechs Einsätze durch ihn ums Leben gekommen. Im Eifer des Gefechtes habe er die Personen nicht als "Menschen, sondern als Schachfiguren" angesehen, heißt es weiter. Er sei in der Armee darauf trainiert worden, seine Ziele als "etwas anderes anzusehen, und sie trainierten mich gut", so Harry. "Meine Zahl ist also 25. Es ist keine Zahl, die mich mit Zufriedenheit zurücklässt. Ich schäme mich aber auch nicht dafür", zitiert "The Telegraph" aus der Autobiografie.

Angst um sein Gewissen

Folglich tötete er in seiner Wahrnehmung "Böse, bevor sie Gute umbringen" konnten. Das habe er sich "vom ersten Tag an vor dem ins Bett gehen" gesagt, um ohne Zweifel daran, das Richtige getan zu haben, einschlafen zu können. "Ich wollte mit all meinen Gliedmaßen zurück nach Großbritannien. Doch noch mehr wollte ich mit einem intakten Gewissen heimkehren."

Seine Zeit und seine Taten als Soldat seien demnach mit ein Grund, warum Prinz Harry vermehrt um seine Sicherheit sowie die seiner Familie fürchte. Als Royal, der noch dazu in Kampfhandlungen Mitglieder der Taliban tötete, sei er ein besonders gefährdetes Ziel für islamistische Anschläge. Dies erkläre auch, warum er die Entscheidung des britischen Innenministeriums so vehement kritisierte, dass für die Sicherheit seiner Familie in seiner Heimat nicht mehr der Staat aufkomme, sondern er sich selbst darum kümmern müsse.