Prinz Henrik aus dem Krankenhaus nach Hause verlegt

Foto des Prinzen aus dem Jahr 2011

Der Gesundheitszustand von Prinz Henrik von Dänemark ist offensichtlich besorgniserregend: Auf seinen Wunsch sei der 83-Jährige aus dem Krankenhaus nach Schloss Fredensborg rund 40 Kilometer nördlich von Kopenhagen verlegt worden, wo er die letzte Zeit vor seinem Tod verbringen wolle, teilte das dänische Königshaus am Dienstag mit. Sein Zustand sei "unvermindert ernst".

Der Ehemann von Königin Margrethe II. wurde seit Ende Januar im Rigshospitalet in Kopenhagen behandelt. Laut den Ärzten leidet er an einem Lungeninfekt sowie an einem gutartigen Tumor im linken Lungenflügel. Am vergangenen Freitag hatte sich sein Zustand so verschlechtert, das sein ältester Sohn, Kronprinz Frederik, seinen Aufenthalt bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea abgebrochen hatte und nach Dänemark zurückgekehrt war, um bei seinem Vater zu sein.

Erst im September hatte das Königshaus bekanntgegeben, dass Henrik unter Demenz leidet. Die genaue Diagnose wurde nicht genannt, damals hieß es lediglich, seine Krankheit gehe mit einem "Verfall der kognitiven Fähigkeiten" einher. Seit 2016 lebt er weitgehend zurückgezogen von der Öffentlichkeit.

Im vergangenen Jahr hatte der Prinz mitgeteilt, dass er nicht neben seiner Frau in der königlichen Gruft begraben werden will, weil er nie mit ihr gleichgestellt gewesen sei. Der gebürtige Franzose haderte stets damit, dass er nach Margrethes Thronbesteigung 1972 nicht zum König ernannt wurde.

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