Prinz Philip bleibt im Krankenhaus

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Es war keine leichte Woche für das britische Königshaus. Der 99-jährige Prinz Philip verbrachte sie weitgehend im Krankenhaus, während Harry und Meghan sich endgültig von der Krone verabschiedeten. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer.

WINDSOR, ENGLAND - JULY 22: Prince Philip, Duke of Edinburgh during the transfer of the Colonel-in-Chief of The Rifles at Windsor Castle on July 22, 2020 in Windsor, England. The Duke of Edinburgh has been Colonel-in-Chief of The Rifles since its formation in 2007. HRH served as Colonel-in-Chief of successive Regiments which now make up The Rifles since 1953. The Duchess of Cornwall was appointed Royal Colonel of 4th Battalion The Rifles in 2007. (Photo by Samir Hussein/	Samir Hussein/WireImage )
Vorerst muss Prinz Philip im Krankenhaus bleiben (Symbolbild: Samir Hussein/WireImage )

London (dpa) - Queen-Ehemann Prinz Philip hat am Wochenende im Krankenhaus Besuch von seinem Sohn Prinz Charles bekommen. Der 99-Jährige hielt sich weiterhin in der privaten Londoner King Edward VII-Klinik auf, wo ihn Charles (72) am Samstag für rund eine halbe Stunde besuchte.

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Der greise Prinzgemahl war am Dienstagabend für einige Tage zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert worden - nach Angaben des Palastes in London eine reine Vorsichtsmaßnahme. Woran der Herzog von Edinburgh leidet, blieb Privatsache. Der Aufenthalt soll jedoch nicht im Zusammenhang mit Corona stehen. Königin Elizabeth II. und ihr Mann hatten beide im Januar bereits eine erste Corona-Impfung erhalten.

Vorerst wird Prinz Philip nicht entlassen

Prinz Philip sei guter Dinge, werde aber voraussichtlich noch bis in die kommende Woche hinein im Krankenhaus bleiben, hieß es am Freitag. Die Queen und andere Mitglieder der Königsfamilie nahmen im Laufe der Woche weiterhin offizielle Termine wahr. Beobachter hatten dies zunächst als beruhigendes Zeichen für den Gesundheitszustand des Prinzgemahls gewertet.

Der zehnjährige Twanna Helmy aus London wünscht Prinz Philip mit einem Plakat baldige Genesung.
Der zehnjährige Twanna Helmy aus London wünscht Prinz Philip mit einem Plakat baldige Genesung (Bild: AFP)

Prinz Charles nahm für seinen Besuch einen recht weiten Weg von seinem Landsitz Highgrove House auf sich, das mehr als 160 Kilometer entfernt in der Nähe von Bristol liegt. Zuvor soll er seinen Vater wegen der geltenden Corona-Beschränkungen bereits einige Monate nicht mehr persönlich gesehen haben. Im King Edward VII-Krankenhaus sind Besucher laut Webseite nur in «außergewöhnlichen Umständen» erlaubt.

Erfreulichere Nachrichten von Eugenie

Freudigere Nachrichten kamen am Wochenende von der Enkelin der Queen, Prinzessin Eugenie, und ihrem Mann Jack Brooksbank: «Wir wollen euch August Philip Hawke Brooksbank vorstellen», schrieb die junge Mutter auf Instagram zu einem Foto, auf dem ihr am 9. Februar geborener Sohn - in eine hellblaue Decke gewickelt - mit seinen stolzen Eltern zu sehen ist.

«Unsere Herzen sind voller Liebe für diesen kleinen Menschen, das können Worte nicht beschreiben», erklärte die Prinzessin. Es ist das erste Kind der 30-Jährigen und ihrem Mann Jack Brooksbank (35) - und bereits der neunte Urenkel der Queen. Der zweite Vorname Philip gilt als Tribut an Eugenies Großvater. Aktuell ist der kleine August auf Platz elf der britischen Thronfolge, dürfte allerdings in einigen Monaten auf Platz zwölf rutschen - wenn Prinz Harry und Meghan ihr zweites Kind bekommen.

Diese hatten in der vergangenen Woche den finalen Schnitt von der britischen Krone vollzogen. Der Herzog und die Herzogin von Sussex würden nicht mehr als arbeitende Mitglieder des Königshauses zurückkehren, teilte der Buckingham-Palast Ende der Woche mit. Damit verliert das Paar auch seine zahlreichen Schirmherrschaften und Harry seine militärischen Ehrentitel.

Man bleibe den Organisationen aber weiterhin eng verbunden, teilte das mittlerweile in Kalifornien lebende Paar daraufhin mit. «Wir können alle ein Leben im Dienste der Allgemeinheit leben. Das ist universell», so der Sprecher des Paares - eine Reaktion, die Insidern zufolge von der Königsfamilie als unpassend empfunden worden sein soll.

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