Prinz William und Kate beschwören bei Paris-Besuch bilaterale Freundschaft

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Hollande (Mitte) empfängt Prinz William und Kate

Rund 20 Jahre nach dem Unfalltod seiner Mutter Diana in Paris hat Prinz William mit seiner Ehefrau Kate die französische Hauptstadt besucht. Frankreichs Staatschef François Hollande empfing das Paar im Pariser Präsidentenpalast

Erstmals seit dem Unfalltod seiner Mutter Diana in Paris vor knapp 20 Jahren hat der britische Prinz William die französische Hauptstadt offiziell besucht. Bei der zweitägigen Visite mit seiner Frau Kate beschwor William angesichts des bevorstehenden Brexit die britisch-französische Freundschaft. Außer Präsident François Hollande traf das Paar am Samstag auch Unternehmer, Schüler sowie Opfer der Pariser Anschläge im November 2015.

Zum Auftakt ihres Besuchs wurden William und Kate am Freitag von Staatschef Hollande empfangen. Bei einem Empfang hob der Prinz später hervor, die Freundschaft beider Länder werde unter dem Brexit nicht leiden. "Die Partnerschaft wird trotz der Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, Bestand haben", sagte er.

Bei einem Treffen mit jungen französischen Unternehmern in der britischen Botschaft gaben William und Kate den Startschuss für eine britisch-französische Nachbarschaftsinitiative. An dem anschließenden Gala-Dinner in der Residenz des britischen Botschafters nahmen unter anderem die französischen Schauspieler Jean Reno und Audrey Tautou sowie Ex-Fußballprofi Robert Pires teil.

William verlas während des Abendessens eine Botschaft von Königin Elizabeth II., in der sie die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern beschwor. Die Queen hatte am Donnerstag das Brexit-Gesetz unterzeichnet, mit dem die Regierung in London den Austritt aus der Europäischen Union beantragen kann.

Die britische Solidarität mit Frankreich bewiesen William und Kate auch bei einem Treffen mit Überlebenden der Pariser Anschläge vom 13. November 2015. Damals starben 130 Menschen, als islamistische Attentäter das Fußballstadion Stade de France, Restaurants und die Konzerthalle Bataclan angriffen.

Die 25-jährige Jessica, die damals während ihrer Geburtstagsfeier auf der Terrasse eines Restaurants von sieben Schüssen getroffen wurde, sagte William und Kate auf Englisch, sie wolle den Terroristen zeigen, "dass sie nicht gewinnen können. Wir leben in einem solch wunderbaren Land." Die 25-Jährige ist bis heute auf einen Rollstuhl angewiesen. "Sie sind sehr mutig, Sie sollten stolz auf sich sein", lobte William die Überlebende.

Nach dieser Begegnung besuchten der 34-jährige William und die ein halbes Jahr ältere Kate überraschend das berühmte Musée d'Orsay, das auch weltberühmte Bilder etwa von Claude Monet ausstellt. Die beiden hatten sich während ihres Kunstgeschichte-Studiums kennengelernt.

Nach dem Museumsbesuch schaute sich das Paar den Eiffelturm von der Trocadéro-Esplanade aus an und sprach dort mit Kindern aus diversen Rugby-Clubs. Auch für eine Begegnung mit französischen Schülern, die Englisch lernen, und Schülern der British School of Paris fanden Kate und William Zeit.

Einer der Schüler stellte William die Frage, was er vom Brexit halte. "Ich kann auf diese Frage nicht antworten, aber netter Versuch", entgegnete der Prinz lachend.

Im Stade de France sahen sich der Herzog und die Herzogin von Cambridge ein Rugby-Match zwischen Frankreich und Wales an. Ihre Kinder George und Charlotte hatten die beiden bei der Paris-Reise nicht dabei.

Es war Williams erster offizieller Besuch in Paris seit dem Unfalltod seiner Mutter Diana vor knapp 20 Jahren. Die Ex-Frau des britischen Thronfolgers Prinz Charles sowie ihr Freund Dodi Fayed waren dort in der Nacht zum 31. August 1997 bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Dianas Tod löste weltweit Bestürzung aus.

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