Problem an norwegischer Gaspipeline nach England soll bis Freitag behoben werden

Gaslieferungen zwischen Nyhamna in Norwegen und Easington in Nordengland sind derzeit vorerst ausgesetzt, was zu Kürzungen im Gasliefersystem und steigenden Preisen in ganz Europa führt. (Ole Berg-Rusten)
Gaslieferungen zwischen Nyhamna in Norwegen und Easington in Nordengland sind derzeit vorerst ausgesetzt, was zu Kürzungen im Gasliefersystem und steigenden Preisen in ganz Europa führt. (Ole Berg-Rusten)

Die Probleme der Gaspipeline vom norwegischen Nyhamna nach Easington in Nordengland sollen bis Freitag behoben werden. Die Ankündigung des Betreibers Gassco ließ am Dienstag bereits die Gaspreise wieder sinken. Der Betrieb der Leitung war ausgesetzt worden, nachdem am Sonntag ein Riss in einem Rohr auf der Sleipner-Riser-Plattform entdeckt worden war, dem Verbindungspunkt zwischen dem nördlichen und südlichen Abschnitt.

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine und dem anschließenden Gas-Lieferstopp aus Russland war Norwegen zum wichtigsten Erdgaslieferanten Europas geworden. Lieferunterbrechungen oder -kürzungen bei wichtigen Lieferanten führen zu starken Preisschwankungen.

Der als Referenz für die Großhandelspreise für Gas geltende Terminkontrakt TTF an der Energiebörse in den Niederlanden hatte am Montag zwischenzeitlich mit 38,70 Euro pro Megawattstunde den höchsten Wert im laufenden Jahr erreicht. Am Dienstag fiel der Preis angesichts der angekündigten Reparatur der britisch-norwegischen Leitung wieder auf gut 34 Euro.

pe/gt