Prognosen: CDU siegt Landtagswahl im Saarland unerwartet deutlich über SPD

Unter dem Eindruck der Landtagswahl im Saarland wächst beim rechten SPD-Flügel der Widerstand gegen ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl

Aus der Landtagswahl im Saarland ist die CDU von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer Prognosen zufolge unerwartet deutlich als stärkste Kraft hervorgegangen. Die Christdemokraten legten bei der Abstimmung am Sonntag laut den Prognosen von ARD und ZDF auf 40 bis 41 Prozent zu und landeten damit mehr als zehn Prozentpunkte vor der SPD von Herausforderin Anke Rehlinger, die 29,5 bis 30 Prozent erreichte. Im Vergleich zur Wahl von 2012 verbesserte sich die CDU damit deutlich um rund fünf Punkte, während die SPD ihr Ergebnis in etwa hielt.

Die Linkspartei um Spitzenkandidat Oskar Lafontaine kam den Prognosen zufolge auf 13 Prozent und bleibt damit drittstärkste Kraft im Landtag von Saarbrücken. Die AfD erreichte sechs Prozent und zieht bundesweit in das elfte Landesparlament ein. Die Grünen dürften mit 4,5 Prozent den zweiten Landtag nach Mecklenburg-Vorpommern verlassen müssen, die FDP verfehlt mit drei bis 3,5 Prozent erneut den Wiedereinzug. Die Piratenpartei muss den Landtag nach einer Legislaturperiode mit einem Prozent verlassen.

Den Prognosen zufolge erhält die CDU im neuen Landtag 24 Sitze, während auf die SPD 17 Mandate entfallen. Die Linke schickt demnach sieben Parlamentarier in den neuen Landtag und die AfD drei Abgeordnete.

Die seit fünf Jahren regierende Koalition aus Kramp-Karrenbauers CDU und der SPD von Wirtschaftsministerin Rehlinger könnte damit weiter regieren. Ein rot-rotes Bündnis aus SPD und Linkspartei hätte dagegen keine Mehrheit.

Rund 800.000 Bürger waren im Saarland zur Wahl des neuen Landtags aufgerufen. Um die 51 Sitze im Parlament bewarben sich Kandidaten aus insgesamt 14 Parteien und Wählergruppen. Die Wahlbeteiligung legte laut ARD auf 71 Prozent zu - nach 61,6 Prozent im Jahr 2012.

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