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Protest gegen Tiere im Zirkus: Aktivisten werfen Farbe auf Löwenbrunnen in Rom

Zwei Aktivisten der italienischen Aktivistengruppe Animal Rebellion haben den Löwenbrunnen auf der berühmten Piazza del Popolo in Rom mit Farbe beworfen. (Filippo MONTEFORTE)
Zwei Aktivisten der italienischen Aktivistengruppe Animal Rebellion haben den Löwenbrunnen auf der berühmten Piazza del Popolo in Rom mit Farbe beworfen. (Filippo MONTEFORTE)

Zwei Aktivisten der Tierschutzgruppe Animal Rebellion haben den Löwenbrunnen auf der berühmten Piazza del Popolo in Rom mit Farbe beworfen. Nach der Farbattacke entrollten sie am Donnerstag ein Transparent mit den Worten: "Keine Tiere mehr im Zirkus". Touristen im historischen Zentrum der Stadt fotografierten den Brunnen, bevor ein Reinigungsteam die Farbe abwusch, von der auch etwas ins Wasser geraten war.

In einer Stellungnahme erklärte Animal Rebellion, die Aktion sei der Start für die "Kimba-Kampagne" gewesen, um die "gewalttätige und unterdrückend" Ausbeutung von Tieren in Zirkussen zu beenden. Kimba ist der Name eines Löwen, der im November aus dem Zirkus Rony Roller in Ladispoli nahe Rom ausgebrochen war. Auf Videos war damals ein ausgewachsener Löwe mit zottige Mähne zu sehen gewesen, der durch dunkle und leere Straßen in Wohngebieten streunte, bevor er schließlich eingefangen und zurückgebracht wurde.

Mehr als 20 europäische Länder haben den Einsatz von Tieren in Zirkussen erheblich eingeschränkt, Italien gehört bisher nicht dazu. Ein Gesetzentwurf wurde nach Angaben der Aktivistengruppe LAV auf die lange Bank geschoben. Der Gruppe zufolge werden knapp 2000 Tiere in Zirkussen in Italien gehalten.

Das Werfen abwaschbarer Farben oder nicht giftiger Substanzen auf berühmte Denkmäler oder Gemälde ist in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Protestform geworden. Am Sonntag hatten Aktivisten Suppe auf das Schutzglas der "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci im Pariser Louvre geworfen. Sie forderten das Recht auf "gesunde und nachhaltige Ernährung".

ma/jes