Protest Indigener vor Oberstem Gericht in Brasilien

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Demonstrierender Ureinwohner

Rund 6000 Angehörige indigener Gruppen haben sich am Mittwoch in der brasilianischen Hauptstadt Brasília zu Protesten gegen die drohende Aufhebung des Schutzstatus für Teile ihrer angestammten Gebiete versammelt. Geplant war ein Marsch zum Obersten Gerichtshof, der am selben Tag über den Schutz indigener Gebiete durch die brasilianische Verfassung verhandeln sollte.

Die Agrarlobby führt an, dass der Schutz für das Land von Ureinwohnern lediglich für solche Gebiete gelten solle, die zum Zeitpunkt der Verabschiedung der Verfassung 1988 bewohnt waren. Die Betroffenen selbst betonen, dass in der Verfassung keine zeitliche Begrenzung genannt ist und viele Ureinwohner von ihrem angestammten Land vertrieben wurden. "Ganz Brasilien ist indigenes Land. Wir haben immer hier gelebt", sagte Tai Kariri, der Anführer des Volkes der Karairi im nordöstlichen Staat Paraiba.

In dem Gerichtsverfahren geht es um ein Gebiet im südlichen Staat Santa Catarina. Die Entscheidung könnte jedoch Grundsatzcharakter für dutzende andere ähnliche Fälle haben.

Dem rechtsradikalen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wird seit Langem vorgeworfen, Holzfäller und Bauern dazu zu ermutigen, in indigene Reservate einzudringen und die zu ihrem Schutz eingerichteten Institutionen zu zerschlagen.

aeh/gt

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