Provokation aus Russland: Putin rechnet mit weiteren Giftgas-Angriffen in Syrien

Jakob Fandrey
Trump Putin


Vor rund einer Woche schockierte der Chemiewaffen-Angriff in der syrischen Stadt Chan Scheichun die Welt. Mehr als 80 Menschen kamen dabei ums Leben, vieles deutet darauf hin, dass das Assad-Regime für die Gräueltat verantwortlich ist. 

Die Tat könnte jedoch kein Einzelfall bleiben. Zumindest ist das die Kernthese von Wladimir Putin, der sich jetzt zur aktuellen Lage in Syrien geäußert hat. Man habe Informationen aus verschiedenen Quellen, „dass solche Provokationen – ich kann sie nicht anders nennen –  in verschiedenen Teilen Syriens vorbereitet werden“, erklärte Russlands Präsident nach einem Treffen mit dem italienischen Präsidenten Sergio Mataralla in Moskau.

Bewusste Provokation?

Die erwarteten Vorfälle, bei denen „bestimmte Arten von Substanzen abgeworfen werden, um die syrischen Behörden zu beschuldigen“ würden sich auch „in den südlichen Vororten von Damaskus“ abspielen, so Putin.

Woher der russische Präsident diese Informationen hat, ließ er offen. Klar ist: Der Zeitpunkt dieser Äußerungen ist höchst brisant. US-Außenminister Rex Tillerson war fast zeitgleich in Moskau gelandet, um sich unter anderem mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zu treffen.

Russlands Warnung an Washington

Lawrow richtete nach dem Bombardement eines syrischen Militärflughafens durch die Vereinigten Staaten einen Appell an US-Präsident Trump: „Wir halten es für einen wichtigen Grundsatz, solche Risiken und zukünftige Wiederholungen solcher Aktionen nicht zuzulassen“, sagte er nach Angaben der Agentur Interfax"Man kann sagen, dass das Vertrauensniveau auf Arbeitsebene nicht besser geworden ist, sondern eher schlechter, vor allem auf militärischer Ebene", sagte Putin dem Fernsehsender „Mir“

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