Prozess in Berlin: Angerempelt und ausgerastet - Täter gesteht Messerstiche

Zwei Männer sollen einen Unbeteiligten niedergestochen haben, weil dieser eine Frau im Vorbeigehen versehentlich gestreift hatte.

Im Prozess um eine fast tödliche Attacke nach einer versehentlichen Rempelei in einem Park in Berlin-Spandau hat einer der beiden Angeklagten Messerstiche zugegeben.

Der 19-Jährige erklärte am Donnerstag zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht, er habe den 29 Jahre alten Geschädigten kurz nach einer beendeten Schlägerei erneut angegriffen und schließlich "ungezielt" auf ihn eingestochen. Er habe den Mann aber nicht umbringen wollen. Sein Gemütszustand sei nach Alkohol und Drogen "aufgepeitscht" gewesen. Er habe daher die zweite Auseinandersetzung begonnen - "ich war außer mir, weil mein Freund am Mund blutete". Er bedauere sein Verhalten zutiefst.

Der 20-jährige Mitangeklagte sagte, er sei über den Messereinsatz seines Freundes schockiert gewesen. Die Staatsanwaltschaft geht von einem gemeinschaftlichen versuchten Totschlag aus. Die Angeklagten hätten dem Geschädigten eine Lektion erteilen wollen, weil er im Vorbeigehen den Arm einer Frau aus ihrer Gruppe berührt hatte.

Das Opfer - ein Musiker - sei bei der Tat im Oktober 2016 mit Pfefferspray besprüht, geschlagen und durch sieben Messerstiche unter anderem lebensgefährlich an Leber sowie Lunge verletzt worden.

Der Prozess wird am 20. April fortgesetzt.

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