Prozess nach Ermordung von Familie wegen Erbschaftsstreits in Frankreich begonnen

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Nachstellung der Tat mit dem Angeklagten im März 2019

Die Tat hatte vor vier Jahren für Entsetzen in ganz Frankreich gesorgt: Wegen eines Erbschaftsstreits um ein paar Goldbarren erschlug ein inzwischen 50-jähriger Mann seinen Schwager und dessen Familie mit der Brechstange - seit Dienstag nun muss er sich wegen Mordes vor einem Gericht in Nantes verantworten. Laut den Ermittlern hat es die Goldbarren in Wahrheit nie gegeben.

Der Angeklagte Hubert Caouissin hat die brutale Tat im Februar 2017 gestanden, nachdem er durch DNA-Spuren überführt worden war. Ausführlich beschrieb er den Ermittlern, wie er nachts in das Haus der Familie seines Schwagers in einem Vorort von Nantes eingedrungen war, um Informationen zu dem angeblich verschwundenen Familienerbe zu sammeln. Dort erschlug er seinen Schwager, dessen Frau sowie die beiden 18 und 20 Jahre alten Kinder, zerstückelte die Leichen und verscharrte oder verbrannte sie.

Caouissin gibt an, in Notwehr gehandelt zu haben, da der Schwager und seine Frau ihn mit der Brechstange überrascht hätten. Gutachten hingegen bescheinigen dem Angeklagten, in dem Erbschaftsstreit eine wahnhafte Störung zu den Goldbarren entwickelt zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die angeblich vom Schwager gestohlenen Goldbarren nie existierten.

Caoussins Frau - die Schwester des Opfers Pascal Troadec - ist wegen Beihilfe angeklagt. Sie soll geholfen haben, die Leichen verschwinden zu lassen. Die Urteile werden in rund drei Wochen erwartet.

ans/jes

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