Prozess gegen Betreiber von Bordell mit Flatrateprinzip in Berlin begonnen

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Justitia

Vor dem Berliner Landgericht hat ein Prozess gegen einen Bordellbetreiber begonnen, der Gruppensex nach einem sogenannten Flatrateprinzip angeboten haben soll. Zum Auftakt wurde am Mittwoch die Anklage verlesen. Dem 55-Jährigen werden Zuhälterei, Menschenhandel und sexueller Missbrauch vorgeworfen. Mehrere der von ihm beschäftigten Prostituierten sollen laut Anklage noch nicht 21 Jahre alt gewesen sein. Außerdem wird dem Angeklagten vorgeworfen, mit einer Frau gegen ihren erklärten Willen geschlafen zu haben.

In dem Bordell waren nach Gerichtsangaben zeitweise mindestens fünf Freier anwesend, die so lange bleiben und mit so vielen Frauen Sex haben durften, wie sie wollten. Die Prostituierten seien trotz dieses Geschäftsmodells nur für ihre reine Arbeitszeit bezahlt worden. Der 55-Jährige soll außerdem mehrfach die Dienste einer minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen haben.

fho/cfm