Prozess gegen mexikanischen Ex-Minister wegen Drogenhandels beginnt in den USA

Mit der Auswahl der Geschworenen beginnt am Dienstag in New York ein Drogenprozess gegen den früheren mexikanischen Sicherheitsminister Genaro García Luna. Die US-Justiz beschuldigt den 54-Jährigen, der einst offiziell den Anti-Drogen-Kampf in Mexiko anführte, selbst in den Drogenschmuggel verwickelt gewesen zu sein. Er soll demnach dem berüchtigten Sinaloa-Kartell von 2001 an geholfen haben, Kokain in die USA zu schmuggeln, und dafür Millionen von Dollar an Bestechungsgeld erhalten haben.

García Luna wurde im Dezember 2019 im US-Bundesstaat Texas festgenommen. Er hat in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe zwischen zehn Jahren und lebenslänglich. Der ehemalige Chef des Sinaloa-Kartells, Joaquín "El Chapo" Guzmán, war 2019 in New York zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

fs/mid