Prozess gegen mutmaßliche IS-Rückkehrerin in Düsseldorf begonnen

Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) hat am Dienstag ein Prozess gegen eine 29-jährige mutmaßliche IS-Rückkehrerin begonnen. Die Deutsche muss sich nach Angaben des Gerichts in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung verantworten, weil sie 2013 ihrem Ehemann nach Syrien gefolgt und sich dort der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben soll. Nach dessen Tod soll sie dort noch zwei weitere IS-Kämpfer geheiratet haben.

Laut Anklage nahm die Angeklagte bei ihrer Ausreise zu ihrem Ehemann nach Syrien auch das gemeinsame minderjährige Kind mit. Während ihrer weiteren Ehen in dem Bürgerkriegsland brachte sie demnach zwei andere Kinder zur Welt. Vom IS erhielten sie und ihre Familie nach Angaben der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft auch eine Wohnung und monatliche Geldzahlungen.

Zum Prozessauftakt wurde die Anklage verlesen, darüber hinaus ließ sich die Beschuldigte nach Angaben einer Gerichtssprecherin ein. Für den Prozess gegen sie wurden zunächst Verhandlungstermine bis zum 10. März angesetzt.

bro/cfm