Prozess gegen mutmaßliche Salafisten in Hamburg nach Beginn vertagt

Vor dem Landgericht Hamburg hat am Montag der Prozess gegen zwölf mutmaßliche Salafisten begonnen. Die Angeklagten gelten als Unterstützer der verbotenen salafistischen Vereinigung Millatu Ibrahim. Ihnen wird vorgeworfen, gegen das bundesweite Verbot des Vereins vom Mai 2012 verstoßen zu haben. Der Prozess wurde noch vor der Anklageverlesung auf die kommende Woche vertagt, nachdem von der Verteidigung erste Anträge gestellt wurden.

Der Anklage zufolge soll der 32-jährige deutsche Hauptbeschuldigte die Organisation in Hamburg trotz Verbots bis 2013 weiter am Leben gehalten haben. Den übrigen elf Angeklagten im Alter zwischen 24 und 36 Jahren - neun Deutsche, ein Portugiese und ein Marokkaner - sollen an Treffen in einer Moschee teilgenommen und Koranverteilungen in Hamburg organisiert haben.

Einige von ihnen sollen zudem Nahkampftrainings absolviert haben, um sich auf gewaltsame Auseinandersetzungen vorzubereiten. Für den Prozess sind weitere 23 Termine bis Dezember angesetzt.

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