Prozess gegen mutmaßlichen Islamisten in Frankfurt begonnen

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am Donnerstag der Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied islamistischer Organisationen begonnen. Der 28-jährige Özkan C. kündigte dabei nach Gerichtsangaben über seinen Verteidiger an, am nächsten Verhandlungstag ein Geständnis ablegen zu wollen. Er soll Mitglied der Organisation Dschunud al-Scham gewesen sein und zumindest versucht haben, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 28-Jährigen vor, 2013 zusammen mit seiner Frau von Frankfurt am Main nach Syrien gereist, sich dort der als ausländische terroristische Vereinigung eingestuften Dschunud al-Scham angeschlossen und schwere staatsgefährdende Gewalttaten vorbereitet zu haben. Später soll er den Entschluss gefasst haben, sich dem IS anzuschließen.

Der Vorsitzende Richter wies nach Angaben des Gerichts darauf hin, dass der Senat dies in seinem Eröffnungsbeschluss rechtlich als Versuch der Beteiligung am IS gewertet habe. Der Angeklagte sitzt seit September vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Das Verfahren wird am Freitag fortgesetzt. Dann wird die Aussage des 28-Jährigen erwartet.

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