Prozess gegen mutmaßlichen Spion in Bundespresseamt auf Februar verschoben

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Justitia

Der für Donnerstag geplante Beginn eines Prozesses gegen einen mutmaßlichen ägyptischen Spion im Bundespresseamt vor dem Berliner Kammergericht ist auf den 23. Februar verschoben worden. Angesichts der Corona-Pandemie stehe kein ausreichend großer Saal zur Verfügung, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch. Der 66-jährige Angeklagte Amin K. soll als Angestellter des Presseamts zwischen 2010 und 2019 Informationen an den ägyptischen Auslandsgeheimdienst weitergeleitet haben.

In seiner Funktion als mutmaßlicher Spion soll er allgemeine Medienbeobachtungen vorgenommen, Anfragen von ägyptischen Geheimdienstmitarbeitern bearbeitet und versucht haben, einen weiteren Spion anzuwerben. Als Gegenleistung soll er sich Vorteile für sich selbst und seine Familie in Ägypten versprochen haben.

K. soll außerdem die Namen von fünf syrischstämmigen Kollegen im Bundespresseamt an den ägyptischen Geheimdienst weitergeleitet haben. Der Austausch mit seinen Auftraggebern soll "zu einem großen Teil konspirativ" verlaufen sein. Um Informationen zu beschaffen, soll er die Recherchemöglichkeiten des Bundespresseamts genutzt haben.

fho/cfm