Prozess gegen SS-Mann in Hamburg: Hat der Nebenkläger gar keine jüdischen Vorfahren?

Der aufsehenerregende Auftritt eines US-Zeugen im Hamburger Stutthof-Prozess hat ein Nachspiel. An der Aussage des Nebenklägers hatten mehrere Verfahrensbeteiligte Zweifel – ohne diese unmittelbar zu äußern. Ein Pressebericht bringt das Gericht nun in Zugzwang.

Knapp zwei Monate nach der Aussage und einer spektakulären Geste eines amerikanischen Zeugen im Stutthof-Prozess will das Hamburger Landgericht die Glaubwürdigkeit des 76-Jährigen überprüfen. Mit Blick auf einen Bericht des „Spiegel“ sagte die Vorsitzende Richterin Anne Meier-Göring am Montag, die Kammer werde die Unterlagen des Nebenklägers noch einmal genau durchsehen.

Zeuge soll zu Dokumenten Stellung nehmen

Die Prozessbeteiligten bekämen die vom Anwalt des Zeugen Moshe Peter Loth zur Verfügung gestellten Dokumente zur Ansicht und könnten dazu Stellung nehmen. Das Nachrichtenmagazin hatte Ende Dezember geschrieben, dass die vom Zeugen vorgetragene Lebensgeschichte zumindest in Teilen nicht stimme. 

Das könnte Sie auch interessieren: Emotionale Szene rührt Beobachter im Gericht

Angeklagter in dem Prozess ist ein ehemaliger Wachmann in dem Konzentrationslager bei Danzig. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 93-Jährigen Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vor. Er soll zwischen dem 9. August 1944 und dem 26. April 1945 „die heimtückische und grausame Tötung insbesondere jüdischer...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo