Prozess nach Neonaziüberfall auf Gewerkschaftskundgebung in Weimar beginnt

Der Kampf eines britischen Elternpaares um lebenserhaltende Maßnahmen für ihr unheilbar krankes Baby ist endgültig verloren: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) lehnte eine weitere Beatmung des zehn Monate alten Charlie Gard ab

Rund zwei Jahre nach dem Neonaziangriff auf eine Gewerkschaftskundgebung in Weimar beginnt am Dienstag (12.30 Uhr) der Prozess gegen sechs Beschuldigte. Den Angeklagten, allesamt Heranwachsende, wird in dem Verfahren vor dem Amtsgericht Weimar ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Der Überfall auf eine Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Weimar am 1. Mai 2015 hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

Dutzende Angreifer hatten damals die Versammlung auf dem Marktplatz der thüringischen Stadt gestört. Sie entrissen nach damaligen Polizeiangaben dem Weimarer Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider die Mikrofone, brüllten rechte Parolen und rempelten mehrere Zuhörer an. Für den Prozess sind Termine bis Ende Mai angesetzt.

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