Prozess um Anschlag auf "Charlie Hebdo" wird verschoben

"Ich bin Charlie": Ein Wandbild erinnert an die Opfer

Der Prozess um den Anschlag auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" vor gut fünf Jahren wird verschoben. Das Verfahren könne wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht wie geplant am 4. Mai in Paris beginnen, hieß es am Mittwoch von Seiten der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft. Der Prozess soll nun womöglich im Herbst stattfinden, ein Datum gibt es noch nicht.

Bis zu 14 mutmaßliche Komplizen der islamistischen Attentäter sollen sich vor einem Schwurgericht verantworten. Sie sollen die Brüder Chérif und Saïd Kouachi unterstützt haben, die beim Anschlag auf "Charlie Hebdo" am 7. Januar 2015 zwölf Menschen töteten. Zudem sollen sie einem weiteren Islamisten geholfen haben, der kurze Zeit später eine Polizistin in einem Pariser Vorort tötete und vier weitere Menschen bei der Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt.