Prozess um Diebstahl von 242 Tablets aus Berliner Schule begonnen

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Justitia

Vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat am Dienstag der Prozess um den Diebstahl von 242 während der Corona-Pandemie angeschafften Tablets aus einer Schule im zweiten Anlauf begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-jährigen Leonardo D. vor, in der Nacht zum 28. Januar aus einem Schulgebäude in Berlin-Wedding die Tablets im Gesamtwert von fast 100.000 Euro entwendet zu haben.

Die Geräte waren während des Lockdowns für Schüler aus sozial benachteiligten Familien für das Home-Schooling angeschafft worden. D., der als Reinigungskraft in der Schule tätig war, soll mithilfe eines ihm überlassenen Generalschlüssels und eines Transponder in den Raum gelangt sein, in dem die Tablets lagerten.

Ein erster Anlauf des Prozesses war Anfang Juni gescheitert. Das Gericht hatte damals nur einen Verhandlungstag angesetzt. Der damalige Vorsitzende Richter stellte jedoch fest, dass für die Beweisaufnahme mehr als nur ein Tag nötig sei, er aber zu einem anderen Gericht abgeordnet werde und so den Prozess nicht fortführen könne.

D., der sich seit Februar in Untersuchungshaft befindet, schwieg zum Verhandlungsauftakt am Dienstag. Bis August sind noch zwei weitere Verhandlungstermine angesetzt.

awe/cax

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