Prozess um Drogenhandel: Beschlagnahmte Bitcoin bringen Berliner Justiz 850.000 Euro

Bitcoin könnten bei der Berliner Justiz für einen Geldregen sorgen (Archiv)

Berlin. Das Aufdecken eines mutmaßlichen Drogenhandels hat sich für die Berliner Justiz auch finanziell ausgezahlt. Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, haben 64 von der Justiz im April 2017 beschlagnahmte Bitcoin, die offenbar aus Drogengeschäften stammen, ihren Wert innerhalb eines Jahres von 76.000 Euro auf rund 850.000 mehr als verzehnfacht.

Die Bitcoin kommen von mutmaßlichen Drogenhändlern, die sich seit Dienstag vor dem Berliner Landgericht zu verantworten haben. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sollen der japanische Hauptangeklagte und zwei Mitstreiter 2012 und 2013 mehr als 5.600 Mal Drogen zu einem Preis von insgesamt knapp 640.000 Euro verkauft haben. Der Verkauf soll über das Darknet gelaufen sein. Die Drogen - Cannabis, Kokain und MDMA - sollen die Dealer von Berlin aus per Post versendet haben, die Zahlungen hätten sie auf digitale Konten in Bitcoin erhalten.

Am Donnerstag haben sich die Angeklagten laut Staatsanwaltschaft außergerichtlich einverstanden erklärt, die Bitcoin der Justiz zu überlassen. Der Erlös ihres Verkaufs soll nun in die Berliner Justizkasse fließen. Wie dies genau von statten geht und wann der Verkauf durchgeführt werden soll, konnte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Berliner Morgenpost nicht mitteilen. Auch ob die Justiz schon in früheren Fällen von beschlagnahmten Bitcoin profitierte, war der Staatsanwaltschaft zunächst nicht bekannt.

Die seit der Beschlagnahmung vergangene Zeit spielte in jede...

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