Prozess um Horrorfahrt von betrunkenem Lastwagenfahrer durch Fürth begonnen

Nach einer zerstörerischen Fahrt eines volltrunkenen Lastwagenfahrers durch Fürth hat am Montag der Prozess gegen den Fahrer vor dem Amtsgericht der fränkischen Stadt begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann fahrlässige und vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs, verschiedene Körperverletzungsdelikte, Brandstiftung und Unfallflucht vor.

Der zur Tatzeit 50 Jahre alte Fahrer soll am 8. Februar trotz eines Alkoholwerts von gut zwei Promille in Fürth mit dem mit 26 Tonnen Stahlmaschinenteilen beladenen Lastwagen zu einer Lieferung nach Köln gestartet sein. Dabei soll er zunächst eine rote Ampel überfahren und ein anderes Auto angefahren haben. Dessen Fahrer erlitt eine Reihe von Prellungen und Hämatomen.

Obwohl er den Unfall bemerkte, soll der Mann weitergefahren sein. Dabei soll er die Kontrolle über den Lastwagen verloren und eine Reihe geparkter Autos gerammt haben. Diese schob der Lastwagen teilweise zusammen, wodurch die Autos und auch der Lastwagen in Brand gerieten. Das Feuer schlug auf ein Mehrfamilienhaus über.

Dessen Bewohner konnten wegen der brennenden Autos nicht aus dem Haupteingang flüchten und flohen teils in Panik und Todesangst durch den Hintereingang. Eine Frau stürzte dabei und verletzte sich. Der Staatsanwaltschaft zufolge leidet sie als Folge des Geschehens bis heute unter Angstzuständen und Schlafstörungen.

Bei der Chaosfahrt beschädigte der Lastwagen insgesamt 31 Autos und verursachte einen Schaden von mehr als 235.000 Euro an ihnen. Außerdem kamen neun Häuser und ein Gehweg zu Schaden, die Schadenshöhe hier liegt bei mehr als 570.000 Euro. Der Lastwagenfahrer sitzt seit der Fahrt in Untersuchungshaft.

ran/cfm