Prozessbeginn: Mädchen wird auf Parkplatz zum Sex angeboten

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Die Mutter der Schülerin soll von vielen Übergriffen ihres Partners gewusst und diese toleriert haben.
Die Mutter der Schülerin soll von vielen Übergriffen ihres Partners gewusst und diese toleriert haben.

Auf einem Parkplatz soll ein Mädchen Lastwagenfahrern zum Sex angeboten worden sein. Die Mutter der Schülerin soll von etlichen Taten ihres Freundes gewusst haben. Nun steht zunächst er vor Gericht.

Schweinfurt (dpa) - Ein Mädchen aus Unterfranken soll vom Freund seiner Mutter anderen Männern zum Sex angeboten worden sein - gegen Geld. Von heute an muss sich der 49-Jährige vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten.

Nach Gerichtsangaben sind sechs Verhandlungstage bis Mitte Mai angesetzt. Mindestens zwei Männer sollen das auf einem Autobahnparkplatz gemachte Angebot des Angeklagten angenommen und das Mädchen missbraucht haben. Einer wurde gefasst. Der 50-Jährige steht vom 26. Mai an vor Gericht.

Der Lebensgefährte der Kindsmutter soll sich auch selbst an dem Mädchen vergangen haben. Zudem ist er wegen Anstiftung zum Kindesmissbrauch und Zwangsprostitution angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft ist er weitgehend geständig.

Die Mutter der Schülerin soll von vielen Übergriffen ihres Partners gewusst und diese toleriert haben. Die 39-Jährige sitzt wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen in Untersuchungshaft. Ihr Verfahren beginnt gesondert, das Datum steht aber noch nicht fest.

Das Mädchen soll neun Jahre alt gewesen sein, als der Lebensgefährte den Ermittlern zufolge anfing, es sexuell zu missbrauchen. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine Vielzahl von Übergriffen von Juni 2018 bis Juli 2020 vorwiegend in einer Wohnung. Teilweise wurden davon Bilder und Videos angefertigt. Zum Schutz des mutmaßlichen Opfers sind die genauen Tatorte bisher nicht öffentlich bekannt.