Putin bunkert tonnenweise Gold — und verfolgt damit einen ausgeklügelten Plan

Christoph Asche
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Es ist eine Entwicklung, die viel über das weltpolitische Gefüge in diesen Tagen verrät: Laut jüngsten Wirtschaftsdaten hat die russische Notenbank ihre Goldreserven massiv aufgestockt — und zwar um 9,3 Tonnen. Damit lagern in Moskau derzeit mehr als 1.600 Tonnen des Edelmetalls, so viel wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. 

Die Hintergründe des russischen Goldrauschs sind für Beobachter klar: Präsident Wladimir Putin will sich finanziell unabhängig von Europa und den USA machen — und die westlichen Währungen schwächen.

Zwar werfen Goldbarren keine Zinsen ab, doch sie gelten unter Experten als probates Mittel, um sich gegen die Kursschwankungen an den Devisenmärkten abzusichern. Nach dem Wahlsieg des neuen US-Präsidenten Donald Trump war in der Finanzwelt mit Spannung erwartet worden, ob Putin seinen Isolations-Kurs gegenüber Washington beibehalten würde. Der jüngste Gold-Zukauf deutet jedenfalls darauf hin.

„Putin geht es einfach um Macht“

US-Ökonom James Rickards ist sicher: „Putin kauft Gold, weil er damit rechnet, dass langfristig das Vertrauen in den Dollar schwinden oder aber der Dollar als Waffe gegen Russland benutzt wird“. Das sagte der Politikberater der „Welt“. Und Gold als Anlage sei das perfekte Mittel, um sich dagegen zu schützen. „Putin ist unemotional. Ihm geht es im Verhältnis mit Trump einfach um Macht und um seine Interessen und jene des Landes“, zitiert ihn das Blatt. 

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