Putin greift auf Wirtschaftsforum Westen an

Russlands Präsident Wladimir Putin geht davon aus, dass der Krieg in der Ukraine seinem Land keinen wirtschaftlichen Schaden zufügt. Auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg sagte er, Europa werde im Gegenteil im kommenden Jahr mehr als 400 Milliarden Euro Einnahmen verlieren, als Folge der Sanktionen gegen sein Land.

"Die Europäische Union hat entgültig ihre politische Souveränität aufgegeben. Ihre bürokratischen Eliten kreisen nur um sich selbst, halten sich nur an die Dinge, die ihnen aufgetragen werden, schaden in ihren Ländern der Bevölkerung, der Wirtschaft und ihren eigenen Geschäften."

Der Russische Präsident wies außerdem Vorwürfe zurück, der Krieg in der Ukraine sei verantwortlich für die weltweiten, wirtschaftlichen Turbulenzen. "Russland und unsere Aktion zur Befreiung des Donbas haben damit nichts zu tun. Der Anstieg der Preise, die Inflation, Probleme mit der Lebensmittelsicherheit, mit Benzin und dem ganzen Energiesektor sind das Ergebnis von Fehlern der aktuellen US-Regierung und der EU-Bürokratie."

Putin betonte auch, dass er nichts gegen einen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union habe. Diese sei kein militärisches Bündnis, anders als die NATO, so Putin.

Unterdessen hat der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz beteuert, dass die von Deutschland zugesagten Lieferungen schwerer Waffen an die Ukraine rechtzeitig eintreffen, um das angegriffene Land im Kampf um den Donbas zu unterstützen. Die Industrie arbeite daran, dass die Waffen geliefert werden könnten. Es sei aber essenziell, dass ukrainische Soldaten an den modernen Systemen trainiert würden, so Scholz.

Der Kanzler sagte, angesichts massiver Kämpfe im Osten der Ukraine sei vor allem Artillerie notwendig. Es sei wichtig, dass die Ukraine gegen Drohnen, Hubschrauber und Flugzeuge kämpfen könne. Die Bundesregierung hat sieben Panzerhaubitzen, drei Mehrfachraketenwerfer, etwa 50 Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard und ein Raketenabwehrsystem vom Typ Iris-T zugesagt. Immer wieder aber gibt es Kritik daran, dass die Waffen zu spät geliefert werden.

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