Putin nennt Diskussionen über seine Nachfolge "destabilisierend" für Russland

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Wladimir Putin (AFP/Sergei GUNEYEV)

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Diskussionen über seine Nachfolge als "destabilisierend" für Russland bezeichnet. "Die Lage muss ruhig bleiben", sagte Putin im Interview mit dem US-Sender CNBC, das in der Nacht zum Donnerstag ausgestrahlt wurde. Die staatlichen Organe und Strukturen müssten "ruhig in die Zukunft schauen". Putin erinnerte daran, dass er sich 2024 laut den Bestimmungen der Verfassung zur Wiederwahl stellen könne, eine Entscheidung habe er aber noch nicht getroffen.

Nach einer Verfassungsreform aus dem Jahr 2020 kann Putin theoretisch bis 2036 im Amt bleiben. Der frühere Agent des russischen Geheimdienstes KGB leitet die Geschicke Russlands mittlerweile seit über zwei Jahrzehnten. Er nimmt für sich in Anspruch, Russland aus der wirtschaftlichen und politischen Krise nach dem Ende der Sowjetunion geführt zu haben. Dies ging allerdings mit einer Konzentration der Macht im Kreml und in den Geheimdiensten einher.

Die russische Regierung ging zuletzt verstärkt gegen die Opposition und unabhängige Medien vor. Die Bewegung des wichtigsten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny wurde verboten, der Oppositionspolitiker inhaftiert. Zuvor hatte er eine Vergiftung überlebt, für die er den Kreml verantwortlich macht.

ao/pe

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