Putin: US-Einsatz in Afghanistan endete in "Tragödie"

·Lesedauer: 1 Min.
Russischer Präsident Wladimir Putin (AFP/-)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat das Ende des US-Militäreinsatzes in Afghanistan als "Tragödie" bezeichnet. Zwei Jahrzehnte lang hätten US-Soldaten versucht, westliche "Normen" in Afghanistan zu verankern, sagte Putin am Mittwoch bei einer Begegnung mit Jugendlichen in Wladiwostok. Im Ergebnis habe dies aber zu vielen "Verlusten" geführt - sowohl auf Seiten der USA als auch auf Seiten Afghanistans.

Putin sagte, es sei "unmöglich", Afghanistan in der Zukunft von außen etwas aufzuzwingen. Die russische Regierung hat im Umgang mit den radikalislamischen Taliban, die in Kabul Mitte August die Macht übernommen haben, eine versöhnliche Haltung angenommen. Moskau rief zu einem "nationalen Dialog" in Afghanistan auf.

Die Taliban werden von der Regierung in Moskau weiterhin als "Terrorgruppe" eingestuft, auch wenn es seit Jahren Gesprächskontakte gibt. Die russische Regierung will die Herrschaft der Taliban nur anerkennen, wenn sie ausreichende Garantien zusagen. Insbesondere fürchtet Russland um die Sicherheit in den früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien. Außerdem will Moskau einen Anstieg des Opium- und Heroin-Schmuggels verhindern.

ao/isd

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.