Putin: Westen an Nahrungsmittelkrise selbst schuld

Putin: Westen an Nahrungsmittelkrise selbst schuld

Kremlchef Wladimir Putin hat dem Westen vorgeworfen, selbst mit seinen Sanktionen an den teuren Preisen und der Nahrungsmittelkrise schuld zu sein. Die Sanktionen ließen Russland kalt, sie seien im Gegen teil ein Ansporn, schon jetzt sei die russische Eigenproduktion gestiegen, sagte Putin bei der Plenarsitzung des Eurasischen Wirtschaftsforums vor Staats- und Regierungschefs mehrerer Ex-Sowjetrepubliken.

Er sehe voller Freude, dass trotz der vom Westen initiierten Konfrontation viele Länder auf der Welt ein wachsendes Interesse an Eurasischen Wirtschaftsunion bekundeten.

Der ukrainische Präsident Wolodymir Selenskyj warnte unterdessen, das kein Land, kein Hafen und kein Meer dieser Welt mehr vor Aggressoren wie Putin sicher sein könnten: "Wenn es Russland gelingt, bei diesem Krieg gegen die Ukraine ungestraft davonzukommen, werden andere Staaten sehen, dass die Seeblockade ein vermeintlich zulässiges Druckmittel in der modernen Welt ist. Folglich wird keine der Handelsrouten mehr sicher sein. Danach wird kein Meer und kein Land mehr sicher sein."

Mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine fällt die Kornkammer der Welt aus.

Experten und Politiker warnen vor einer globalen Nahrungsmittelkrise, vor Hunger in vielen Teilen der Welt. Seit Beginn des Krieges sind die Weltmarktpreise etwa für Weizen stark gestiegen.

Schon vor dem Krieg standen Schätzungen zufolge 44 Millionen Menschen in 38 Ländern am Rand einer Hungersnot. Jetzt könnten bis Jahresende weitere 40 Millionen dazukommen.

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