Quarantäne für China-Rückkehrer in Germersheim zu Ende gegangen

Kaserne der Luftwaffe in Germersheim

Die Quarantäne für die gut 120 in einer Kaserne in Rheinland-Pfalz isolierten China-Rückkehrer ist am Sonntag zu Ende gegangen. Erneute Labortests kurz vor der geplanten Abreise der 100 Rückkehrer und rund 20 Helfer verliefen allesamt negativ, wie eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums auf AFP-Anfrage sagte.

Das neuartige Coronavirus sei bei den in Quarantäne Genommenen "zu keinem Zeitpunkt nachweisbar" gewesen, erklärte das Mainzer Gesundheitsministerium. Somit konnte der zuständige Amtsarzt nun die Quarantäne aufheben. Die Abreise fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) zeigte sich erleichtert, dass Rückkehrer und Helfer "alles gut überstanden haben". Sie dankte allen, die "dazu beigetragen haben, dass die Quarantäne gut organisiert war und positiv verlaufen konnte".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechtfertigte die Quarantäne erneut. Eine solche sei "für alle Beteiligten keine einfache Situation". Aber sie sei notwendig gewesen, um die Rückkehrer selbst, ihr Umfeld und gesamte Bevölkerung zu schützen. "Diese Epidemie bekommen wir nur in den Griff, wenn wir vorsichtig, aber angemessen reagieren."

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China hatte eine Maschine der deutschen Luftwaffe Anfang Februar 126 Menschen aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei ausgeflogen. Bei zwei Menschen wurde nach der Ankunft Infektionen mit dem Virus diagnostiziert, sie wurden zur Behandlung in die Universitätsklinik Frankfurt am Main gebracht.