Queen Elizabeth + Prinz Philip: Warum ihre Mutter Prinz Philip nicht als Schwiegersohn wollte

Queen Elizabeth und Prinz Philip sind seit über 70 Jahren verheiratet und gehören zu den meist bewunderten Paaren der Welt. GALA zeichnet die Liebesgeschichte der beiden nach.

Prinzessin Elizabeth und Philip Mountbatten im Jahr ihrer Hochzeit, 1947.

Die Liebe zwischen Queen Elizabeth und Prinz Philip war keine auf den ersten Blick. Kein Wunder, trafen sich die beiden doch bereits in sehr jungen Jahren: Zum ersten Mal bei einer Hochzeit 1934, ein zweites Mal bei der Krönung von Elizabeth‘ Vater zu König George VI. 1937. Für die Liebe ist die Prinzessin mit knapp elf Jahren damals noch zu jung – doch beim dritten Treffen mit Philip funkt es bei ihr.

Queen Elizabeth verliebt sich in Prinz Philip

Im Juli 1939 besucht die 13-jährige Elizabeth mit ihren Eltern und ihrer Schwester Prinzessin Margaret das Britannia Royal Naval College in Dartmouth. Während König George VI. und Königin Elizabeth, die spätere Queen Mum, ihre Termine absolvieren, bespaßt Philip die Mädchen. Die Queen verliebt sich Hals über Kopf in ihre Begleitung. Kein Wunder: Philip ist mit 18 Jahren, blondem Haar, blauen Augen und sportlicher Figur wohl das, was man heutzutage einen Frauenschwarm nennen würde. Außerdem ist der am 10. Juni 1921 auf der Insel Korfu geborene Philip adelig: Seine Eltern sind Prinz Andreas von Griechenland und Prinzessin Alice von Battenberg.

Prinzessin Elizabeth (2.v.r.) und ihre Schwester Prinzessin (r.), begleitet von Lord and Lady Mountbatten, beim Besuch des Royal Naval College in Dartmouth am 22. Juli 1939. An diesem Tag soll sich Elizabeth in Philip verguckt haben.

 

Ein Bild von einem Mann: Prinz Philip im Jahr 1937 bei einem Polospiel.

Eine Liebe in der Warteschleife

"Es gab ein ganzes Bataillon aufgeweckter, junger Männer", erinnerte sich Lady Anne Glenconner, deren Familie Freunde und Nachbarn von Elizabeth' Eltern waren, 2011 gegenüber "Vogue". Aber Prinzessin Elizabeth "erkannte ihr Schicksal und setze zum Glück schon früh ihr Herz auf Prinz Philip." Diese Zuneigung ist jedoch zunächst einseitig.

Wegen des Altersunterschiedes hat Philip kein romantisches Interesse an Elizabeth. Die beiden bleiben dennoch in Kontakt. Gelegentlich kommt Philip sogar nach Schloss Windsor zu Besuch. In der Zwischenzeit macht er Karriere bei der Marine und dient im Zweiten Weltkrieg – und seine Gefühle für die Prinzessin erwachen. In einem Brief an Elizabeth verleiht er seinem intensiven Glücksgefühl Ausdruck. Ob er "all die guten Dinge verdient habe", die ihm passiert seien, insbesondere "sich völlig und vorbehaltlos verliebt zu haben“, fragt er. Die Antwort lautet: Ja, er hat es verdient. Am 9. Juli 1947 geben er und Elizabeth ihre Verlobung bekannt. Und das trotz Widerständen.

The Look of Love: Auf Fotos, die anlässlich ihrer Verlobung herausgegeben werden, strahlt Elizabeth Philip überglücklich an.

Kritik am künftigen Ehemann von Elizabeth - auch von Queen Mum

König George VI. mag den jungen Mann, den sich seine Tochter ausgesucht hat. Doch nach Meinung vieler britischer Aristokraten und Höflinge ist Philip nicht die beste Partie für die Prinzessin. Das sieht auch Königin Elizabeth so: Sie bevorzugt als Schwiegersohn einen Mann aus Freundeskreis ihrer Tochter. Doch warum?

"Einige königliche Berater meinten, er sei nicht gut genug für sie. Er war ein Prinz ohne Heimat und Königreich. Einige Zeitungen wiesen oft und ausführlich auf seine ausländische Herkunft hin", schreibt Elizabeths Kindermädchen Marion Crawford in ihrem 1952 erschienen Buch "The Little Princesses".

Der Krieg gegen die verhassten Deutschen ist erst 1945 beendet worden – und Prinz Philip hat deutsche Wurzeln. Seine Mutter ist zwar im Buckingham Palast geboren, hat aber deutsche Eltern. Damit nicht genug: Jede der vier Schwestern von Prinz Philip hat einen deutschen Adeligen zum Mann, und denen werden Verbindungen zu Nationalsozialisten nachgesagt. Noch ein Minuspunkt für Philip: Er bringt kein Vermögen in die Familie Windsor ein. Sein Vater ist im Dezember 1944 verarmt in Monte Carlo gestorben.

Prinzessin Elizabeth liebt Philip Mountbatten. Damit muss sich ihre Mutter, Königin Elizabeth (später: Queen Mum) arrangieren. König Georg ist mit dem Zukünftigen seiner ältesten Tochter einverstanden. Mit Prinzessin Margaret posiert die Familie hier 1947 im Buckingham Palast.

Prinzessin Elizabeth will nur einen Mann: Philip

Doch für Elizabeth ist klar: Prinz Philip ist der Mann ihres Lebens. Margaret Rhodes, die Cousine der Queen, sagte einmal: "Sie hat nie wieder jemand anderen angesehen".

Royal-Autorin Sally Bedell Smith schreibt 2011 für "Vogue" über die Ehe von Elizabeth und Philip: "Es war klar, dass er nicht einfach sein würde, aber er würde sicherlich nicht langweilig sein. Er teilte ihre Hingabe zu Pflicht und Dienst, aber er hatte auch eine Respektlosigkeit an sich, die dazu beitragen konnte, ihre offiziellen Belastungen am Ende eines anstrengenden Tages zu verringern.“ Laut Patricia Mountbatten, Philips Cousine, sieht Elizabeth, dass "Philip eine Liebesfähigkeit hatte, die darauf wartete, sich zu entfalten - und durch Elizabeth entfaltete sie sich".Immer einen Schritt hinter der... Prinz Philip (173635)

Elizabeth und Philip heiraten

Aus Liebe zu Elizabeth legt Philip seine ausländischen Royal-Titel ab, konvertiert zur Kirche von England und wird britischer Staatsbürger. Er nimmt den Nachnamen Mountbatten an, eine englische Version des Mädchennamens seiner Mutter. Am Vortag der Hochzeit verleiht König George VI. seinem zukünftigen Schwiegersohn die klangvollen Titel Herzog von Edinburgh, Graf von Merioneth und Baron Greenwich. Außerdem verfügt er, dass Philip als "Seine königliche Hoheit" angesprochen werden soll.Eine Ehe ohne Ende Queen Elizabeth + Prinz Philip (8200)

Das Jawort geben sich die 21-jährige Elizabeth und der 26-jährige Philip am 20. November 1947 in der Londoner Westminster Abbey. Während der Zeremonie ist es Elizabeth, die einen besonderen Liebesbeweis erbringt: Ihrem Eheversprechen fügt sie bei, Philip als Ehefrau "zu gehorchen" ("to obey"). Ein Bekenntnis, das nicht jeder gutheißt.

Tenor: Als zukünftige Königin sollte Elizabeth niemandem verpflichtet sein, auch nicht ihrem Ehemann. Doch Elizabeth, so schreibt es das "TIME"-Magazin, sei es wichtig gewesen, "ihre Hingabe an ihren Ehepartner und ihr Wohlempfinden mit den traditionellen Pflichten als Ehefrau" auf diese Weise auszudrücken. Vielleicht auch, weil ihr bewusst war, dass der Tag kommen würde, an dem Prinz Philip stets zwei Schritte hinter seiner Königin würde hergehen müssen ...

Verwendete Quelle: vogue.com, bcc.com, mailonline.com, telegraph.co.uk, theguardian.com, theguardian.com, time.com