Queen sagt wegen Rückenproblemen Teilnahme an Gedenkfeier für Soldaten ab

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Nach bereits mehreren krankheitsbedingten Ausfällen hat Queen Elizabeth II. die zugesicherte Teilnahme an einer Gedenkfeier für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs kurzfristig abgesagt. Nach Angaben des britischen Königshauses vom Sonntag verrenkte sich die Monarchin den Rücken. Die 95-Jährige bedauere sehr, "dass sie den Gottesdienst verpasst", erklärte der Buckingham-Palast. Bei der Zeremonie in London wurde sie von Thronfolger Prinz Charles vertreten.

Der in Großbritannien als Remembrance Day bekannte Gedenktag liegt der 95-jährigen Queen sehr am Herzen. In den vergangenen Jahren hatte sie die Veranstaltung im Zentrum Londons von einem Balkon aus verfolgt. Erst am Donnerstag hatte der Buckingham-Palast versichert, die Königin werde das Geschehen wie in den Vorjahren wieder vom Balkon des Außenministeriums aus verfolgen.

Im Rahmen der Zeremonie legte dann ihr Sohn Prinz Charles im Namen seiner Mutter einen Kranz am Cenotaph, einem Kriegsdenkmal, nieder, wie er es bereits seit 2017 tut. Damals hatte Elizabeth II. begonnen, einige ihrer Aufgaben an andere Mitglieder der königlichen Familie zu übertragen. Prinz Charles, der an diesem Sonntag seinen 73. Geburtstag feierte, wurde von seinem ältesten Sohn, Prinz William, begleitet. Andere Mitglieder der Königsfamilie waren ebenfalls anwesend.

"Es ist sehr traurig für die Königin, denn es ist das einzige Ereignis im Jahr, an dem sie wirklich gerne teilnimmt", erklärte die Monarchie-Expertin Penny Junor. "Die Öffentlichkeit wird sehr traurig und besorgt sein, wenn sie von einem weiteren Rückschlag erfährt, aber es ist klar, dass sie Ratschläge annehmen und gesund werden muss."

Viele Briten machen sich Sorgen um den Gesundheitszustand der Monarchin, die zuletzt mehrere offizielle Termine aus Gesundheitsgründen absagen musste, nachdem sie im Oktober eine Nacht im Krankenhaus verbracht hatte. Auch an der Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow nahm die Monarchin nicht teil.

Zum bislang vorletzten Mal im Krankenhaus war die Queen im Jahr 2013 wegen eines Magen-Darm-Virus. Als sie vor wenigen Wochen bei einem größeren öffentlichen Auftritt einen Stock benutzte, versicherte der Buckingham-Palast umgehend, dass dies mit keinerlei gesundheitlichen Problemen zusammenhänge.

Laut der Boulevardzeitung "The Sun" hat die Queen aber aufgehört, mit ihren geliebten Corgis, einer besonderen Hundrasse, spazieren zu gehen. Als Prinz Charles am Donnerstag bei einem Besuch in Brixton, einem Stadtteil im Süden Londons, von einem Bürger nach dem Gesundheitszustand seiner Mutter gefragt wurde, antwortete er: "Es geht ihr gut."

Großbritanniens dienstälteste Monarchin ist eigentlich für ihre robuste Gesundheit bekannt. Selbst nach dem Tod ihres Ehemanns Prinz Philip, der im April im Alter von 99 Jahren gestorben war, war sie nicht kürzer getreten. Prinz Charles und seine Frau Camilla haben zuletzt jedoch immer mehr offizielle Pflichten übernommen.

lan/dja

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