"Quincy"-Star Jack Klugman 90-jährig gestorben

Bekannt auch aus Fernsehserie "Männerwirtschaft"

Der US-Schauspieler Jack Klugman ist tot. Wie sein Anwalt Larry Larson mitteilte, starb der Star der TV-Serie "Quincy" im Alter von 90 Jahren in seinem Haus in Northridge in Los Angeles. Er sei friedlich an der Seite seiner Frau entschlafen.

Klugman ist vor allem für die Rolle des mit detektivischem Spürsinn ausgestatteten Gerichtsmediziners Quincy aus der gleichnamigen Krimiserie bekannt. Zwischen 1976 und 1983 löste er als Gerichtsmediziner unzählige Fälle - eine willkommene Abwechslung zu dem schlampigen Sportreporter Oscar Madison, den er zwischen 1970 und 1975 in der TV-Komödie "Männerwirtschaft" (The Odd Couple) verkörperte. Seine Rolle brachte ihm zwei Emmys ein. Einen weiteren Emmy erhielt er für seine schauspielerische Leistung in der Fernsehshow "The Defenders", die ihm zu seinem ersten Durchbruch verhalf.

Klugmans Karriere als Schauspieler spannte sich über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren. In seiner Anfangszeit als aufstrebender Schauspieler in New York verdiente er so wenig, dass er mit Blutspenden seine Einnahmen aufgebessert haben soll. Doch war sein Debüt als un- oder unterbezahlter Darsteller in Kleinstproduktionen rasch vergessen. Später spielte er außer in Fernsehserien in zahlreichen nahmhaften Filmen mit, darunter in dem Justizdrama "Die zwölf Geschworenen" mit Henry Fonda, in "Die Tages des Weines und der Rosen" mit Jack Lemmon und in "Bretter, die die Welt bedeuten" mit Judy Garland.

1974 wurde bei dem schweren Raucher erstmals Kehlkopfkrebs diagnostiziert. Er überlebte und machte weiter - als Schauspieler und als Raucher. Der Krebs kehrte zurück. 1989 musste Klugman ein Stimmband entfernt werden, nur mühsam gewann er seine Stimme zurück. Dennoch setzte er seine Schauspielerei noch jahrelang fort, wenngleich mit dünnerer und heiserer Stimme. Klugman hinterlässt seine Frau Peggy, zwei Söhne aus erster Ehe und zwei Enkel.

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