Räumung von Lützerath: Widerstand verpufft durch Schlamm und Regen

Räumung von Lützerath: Widerstand verpufft durch Schlamm und Regen

Noch gibt es keinen entscheidenden Durchbruch bei der angestrebten Räumung des Protestdorfes Lützerath, die Polizeiaktion schreitet aber weiter voran. Die Protestierenden leisten weiterhin überwiegend passiven Widerstand. Allerdings wurde nach mehreren Böller-Würfen in der vergangenen Nacht, die folgenlos blieben, am Vormittag ein Beamter von einem geschleuderten Farbbeutel getroffen.

Die Beamten drangen vor Ort in einen besetzten Bauernhof ein und führten mehrere Aktivistinnen und Aktivisten von dem Gelände. Größere Auseinandersetzungen zwischen den Protestierenden und der Polizei blieben zunächst auch am zweiten Tag des Großeinsatzes aus.

Den verbleibenen Demonstrierenden macht nach eigenen Angaben unter anderem das schlechte Wetter zu schaffen.

Böllerwürfe, aber keine Verletzten

In den geräumten Bereichen sollen Abrissbagger anrücken. Einen genauen Zeitpunkt für den "geordneten Rückbau" nannte der Energiekonzern RWE noch nicht. Mittlerweile steht rund um das Areal ein Doppelzaun. Damit scheint ausgeschlossen, dass weitere Aktivistinnen und Aktivisten auf das Gelände kommen können.

Auch in der vergangenen Nacht blieben Handgreiflichkeiten aus. Allerdings wurden Einsatzkräfte vereinzelt mit Feuerwerkskörpern beschossen. Verletzt wurde niemand