Rückgang von vier Prozent: Mehr Kontrollen, weniger Taxis in Berlin unterwegs

Taxis am Flughafen Tegel

In der Hauptstadt sind weniger Taxis unterwegs. Wie das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (Labo) mitteilte, hatten Stand vergangene Woche 8030 Fahrzeuge eine Konzession. Verglichen mit dem Höchststand im August ist das ein Rückgang von mehr als vier Prozent.

Für den Senat ist das eine erfreuliche Tendenz. Seit Jahren war die Zahl der Konzessionen permanent angestiegen. Viele Unternehmer hatten unter dem Schutzmantel lascher Kontrollen in großem Stil betrogen. Im Sommer letzten Jahres enthüllte eine Studie, dass 77 Prozent aller Betriebe Steuern und Sozialabgaben hinterziehen.

In ihrem Koalitionsvertrag hatten SPD, Linke und Grüne deshalb beschlossen, Schwarzarbeit und organisierten Betrug im Taxigewerbe zu bekämpfen. Den zuständigen Behörden wurde mehr Personal versprochen. "Inzwischen weht ein deutlich anderer Wind", sagt Detlev Freutel vom Taxiverband Berlin-Brandenburg.

Ein weiterer Grund für den Rückgang ist offenbar die seit 2017 geltende Vorschrift, steuerlich relevante Daten wie Fahrzeiten und Einnahmen "vollständig und unveränderbar zu speichern oder aufzubewahren". Leisten können dies bislang nur sogenannte Fiskaltaxameter. Rüsten die Betriebe nicht um, gelten sie als unfähig, ihr Unternehmen zuverlässig zu führen – die Konzession wird verweigert, und sie geraten ins Visier der Kontrolleure.

Die Taxiverbände begrüßen die neue Situation. Die Zahl der Konzessionen sei aber immer noch viel zu hoch, 6500 würden reichen. Mehr Sorgen bereitet der Branche indes ...

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