Rückhalt für AfD-Chefin schwindet: Frauke Petry bricht auf offener Bühne in Tränen aus

Im Saarland mussten die Rechtspopulisten ein enttäuschendes Ergebnis schlucken.

Am Ende flossen Tränen, aber nicht vor Glück oder aus Rührung: Sie sei eine „politische Fehlbesetzung“, musste sich Frauke Petry anhören. Sie gehe diktatorisch gegen parteiinterne Gegner vor, überhaupt: Sie solle am besten auf die Bundestagskandidatur verzichten. Das war dann doch zu viel und zu grob und die AfD-Bundesvorsitzende brach auf dem AfD-Landesparteitag in Weinböhla bei Dresden auf offener Bühne in Tränen aus, nachdem Parteifreunde über sie hergefallen waren.

Es läuft nicht mehr rund für Petry. Sie wurde am Wochenende zwar noch mit 72 Prozent Zustimmung auf Platz der sächsischen Landesliste für die kommende Bundestagswahl gesetzt. Aber auf Nummer zwei landete jemand, den sie am liebsten aus der Partei werfen würde: Richter Jens Maier aus Dresden, der Bekanntheit erlangte mit Äußerungen über deutschen „Schuldkult“ und „Mischvölker“ beim „Schandmal“-Auftritt des Thüringers Björn Höcke im Ballhaus Watzke vor einigen Wochen.

Die AfD prüft noch, ob Maier nach seinen Bemerkungen ausgeschlossen werden soll. Eine deutliche Mehrheit der sächsischen AfD entschied jedoch am Wochenende, der Parteivorstand möge auf das Ausschlussverfahren verzichten.

Petry verliert an Rückhalt

Petry geht es in ihrer Partei immer mehr wie Gründer Bernd Lucke, den sie einst aus der AfD trieb und beerbte: AfD und Vorsitzende entwickelt sich immer mehr auseinander. Die 41-jährige Politikerin verliert an Rückhalt, während den Rechtsaußen die Herzen zufliegen. Richter Maier wird in der sächsischen AfD gerade eindeutig mehr beklatscht als die Vorsitzende Petry, die sich dann...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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