Rückrufaktion in Frankreich und Zypern: Pestizid-Rückstände in Häagen-Dazs Vanilleeis

Rückrufaktion in Frankreich und Zypern: Pestizid-Rückstände in Häagen-Dazs Vanilleeis

Der Lebensmittelriese General Mills - der in Frankreich die Produkte von "Häagen-Dazs" vermarktet - gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass sein Vanilleeis Spuren eines in Europa verbotenen Pestizids enthalte.

Krebserregendes Pestizid in Eiscreme gefunden

Nach dem Nachweis von Spuren von Ethylenoxid (ETO) in Lieferungen bestimmter Häagen-Dazs-Produkte hat General Mills die Entscheidung getroffen, einen freiwilligen und präventiven Rückruf seiner in Frankreich verkauften Vanille-Eiscreme durchzuführen", erklärte der Konzern in einer Pressemitteilung.

Laut der Firma "können diese Spuren von ETO auf eine Zutat (Vanilleextrakt) zurückgeführt werden, die von einem unserer Lieferanten geliefert wurde. Die Restmenge an ETO liegt leicht über den analytischen Nachweisgrenzen", heißt es weiter.

Insgesamt werden in Frankreich vier Lieferungen Vanilleeis zurückgerufen. Es handelt sich um:

  • Vanilleeis in Bechern mit 460 ml Inhalt

  • Vanilleeis in Bechern mit 650 ml Inhalt

  • Vanilleeis in Bechern mit 95 ml Inhalt;

  • Packungen mit 4 Bechern à 95 ml (Vanilla Collection)

Das Mindesthaltbarkeitsdatum reicht vom 6. Juli 2022 bis zum 21. Mai 2023.

Warnung vor dem Verzehr von Häagen-Dazs Vanilleeis auch auf Zypern

Das Gesundheitsministerium auf Zypern gab an diesem Sonntag bekannt, dass eine bestimmte Lieferung von Häagen-Dazs-Eis vom Markt genommen wurde, weil sie Ethylenoxid enthält, das in der EU verboten ist.

Die Warnung betrifft ähnlich wie in Frankreich nur eine Sorte des Marke: Vanille pur, diesmal in 460-ml- und 95-ml-Bechern sowie den 9,5-Liter-Behältern.

"Es wird klargestellt, dass das Unternehmen nur die oben genannten Produkte zurückruft und keine anderen Formen/Produkte oder Geschmacksrichtungen von Häagen-Dazs-Produkten betroffen sind", so das Ministerium.

Verbraucher, die im Besitz des betroffenen Speiseeises sind, sollten es nicht verzehren und es in dem Geschäft zurückgeben, in dem sie es gekauft haben.

Ethylenoxid (ETO): Warum ist es gesundheitsschädlich?

Das hoch entzündliche Gas wird häufig auf Körnern, Samen, Gräsern, Fasern und anderen Produkten verwendet und wird in der Landwirtschaft zum Abtöten von Bakterien oder Pilzen eingesetzt.

Was ist das Problem?

Der Stoff erhöht das Krebsrisiko und verursacht Zell- und DNA-Mutationen. Außerdem kann ETO die Fruchtbarkeit oder die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist seine Verwendung als Pflanzenschutzmittel in der EU seit 2011 verboten.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.