Rabatt gegen Unterschrift: Gutschein für Unterschrift: Sixt missbraucht Tegel-Petition

Das Landeswahltamt Berlin erstattet Strafanzeige gegen Sixt. Jetzt wehrt sich der Autovermieter.

In seinem Newsletter wendet sich das Autovermietungs-Unternehmen Sixt an seine Kunden und bietet Ihnen einen 10-Euro-Gutschein. So weit, so normal.

Doch den Gutschein gibt es erst, wenn die Kunden die Petition zum Erhalt des Flughafens Tegel unterschreiben und Sixt ein Foto ihrer Unterschrift schicken. Im Newsletter heißt es: "Berlin ohne Tegel ist wie Pizza ohne Käse, Hamburg ohne Hafen, Königsberg ohne Klopse." Sixt sei gegen die Schließung, denn die Hauptstadt brauche Tegel, um die steigende Zahl an Fluggästen auch weiter bewältigen zu können.

Tatsächlich ist die Bewältigung des Passagiervolumens in Berlin ein Problem: Der BER wird bei seiner Eröffnung eine Kapazität von 27 Millionen haben. Das ist schon jetzt zu wenig. Im Jahr 2016 wurden in Tegel und Schönefeld insgesamt 32,9 Millionen Passagiere abgefertigt. Ein Rekordwert: So viele Passagiere gab es an den Berliner Flughäfen noch nie. Verglichen mit dem Vorjahr steigerte sich die Zahl der Fluggäste um 11,4 Prozent.

Im Newsletter thematisiert Sixt also ein hochbrisantes Thema und honoriert den Einsatz seiner Kunden für die Offenhaltung monetär.

Tegel ist auch in der Berliner Politik immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen: Berlins FDP-Vorsitzender Sebastian Czaja (33) warb schon im Wahlkampf für eine Offenhaltung von Tegel. Der Senat und Anwohnerinitiativen lehnen dies rigoros ab.

Der Newsletter schließt mit: "Sagen Sie auch Ihren Berliner Freunden Bescheid – denn jede St...

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