"Grill den Henssler": Scharfes Geständnis von Steffen Henssler

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Rach-Gefühle, Rachegefühle und Rachengefühle: In der aktuellen Folge von "Grill den Henssler" offenbarte der Gastgeber den wahren Grund, warum sein Halloween-Dessert in der Vorwoche ungenießbar war. Ob und wie er sich von seinem persönlichen "Tiefpunkt" in der Show berappeln konnte und was er sonst noch gestand...

Laura Wontorra neben Steffen Henssler bei
Die "Gossip Bitch" (Henssler über Wontorra) und der "Sushi-Fritze" (Wontorra über Henssler): Zwischen Moderatorin und Gastgeber sind die Dialoge teilweise deftig gewürzt. Wer austeilen kann, muss auch einstecken können. (Bild: RTL / Frank. W. Hempel)

Die aktuelle Ausgabe von "Grill den Henssler" sollte der krönende Abschluss der Themenwoche #VOXforWomen sein: Idealerweise würde ein Team geballter Frauenpower (sogar mit doppelter Zwillingsstärke) den ehrgeizigen Küchen-Kämpfer ebenso besiegen wie die Promis das in der Halloween-Sendung erledigt hatten. Eine Woche zuvor hatte Henssler seinen ganz persönlichen Horror erlebt, als ihm einfach gar nichts hatte gelingen wollen. "Ich bin am Tiefpunkt", gestand er nun - aber nicht nur das: Henssler überraschte auch mit dem Geständnis, was es mit seinem Grusel-Dessert auf sich hatte, das die Jury wieder ausspucken musste.

Ein angebliches Glückstattoo am Unterarm, dessen Echtheit angezweifelt werden durfte, sollte Henssler in der zweiten Folge dieser Staffel wirkungsvoller zum Sieg verhelfen als die pinkfarbene Glücksjacke der Vorwoche. Es kam allerdings heraus, dass Henssler am Ende seine historische Niederlage selbst befeuert hatte. Er gab offen zu, bei der Zubereitung des Desserts weniger einen Punktesieg als vielmehr "leichte Rachegefühle" im Sinn gehabt zu haben.

Moderatorin Wontorra wollte es - mit Hinweis auf einen gewissen Juror - genauer wissen: "Rach-Gefühle oder Rach-e-gefühle?" Antwort: "Beides." Die Jury hatte ja dann "Rach-en-Gefühle", spielte Laura Wontorra auf die Überdosis Chili in der Nachspeise an. "Hast du das mit Absicht gemacht?", fragte Wontorra. "Ja, was denkst du denn?", gab Henssler zu. Allein Reiner Calmund habe er verschont. "Ich wollte nicht die Schlagzeile: Henssler kocht Calli in den Tiefschlaf."

"Mir ist egal, ob Mann, Frau oder was auch immer. Ich putze heute alles weg."

In der Folge zu Ehren der Frauen spielte Henssler fair und hielt sich auch verbal zurück. Als Laura Wontorra wissen wollte: "Was hast du dir für die Chicas überlegt?", kam zwar prompt: "Ich habe keine Unterhose an." Die Frotzelei konnte frau ihm aber gerade noch durchgehen lassen, weil schon im nächsten Statement deutlich wurde, dass der Henssler wohl das Thema Gleichberechtigung auch ohne Sondersendungswoche verinnerlicht zu haben scheint: "Das ist für mich wie immer: Das sind Gegner. Mir ist egal, ob Mann, Frau oder was auch immer. Ich putze heute alles weg." Gesagt, getan. 

Blöde Möhre überzeugt

Nur die Schauspiel- und Feinkostladen-Zwillinge Valentina und Cheyenne Pahde konnten Henssler mit ihrem Dessert "Zwillings-Windbeutel mit Pistazien- und Himbeerfüllung" schlagen, weil er das Rezept für den Teig nicht parat gehabt hatte. "Let's Dance"-Star Motsi Mabuse musste sich beim Süßkartoffel-Quinoa-Curry mit Hähnchen um zwei Punkte geschlagen geben. Irina Schlauch, Pionierin des homosexuellen Dating-Formats "Princess Charming", unterlag ebenfalls, wenn auch nur um einen Punkt: Die Jury war von beiden Vorspeisen-Varianten "Vegetarisches Duo von der Möhre" begeistert. Christian Rach schwärmte: "Es erfordert so viel Feingefühl, so viel Fantasie, aus 'ner blöden Karotte das auf den Teller zu machen!" Vegetarisches wurde von Sprücheklopfer Henssler übrigens nicht gedisst, vielmehr gab es ein weiteres Geständnis: "Es gibt mehrere Tage in der Woche, an denen ich oft nur vegetarisch esse. Kein Thema."

Coaches Nathalie und Jennifer Dienstbach, Irina Schlauch, Cheyenne und Valentina Pahde und Motsi Mabuse bei Grill den Henssler
Zweieinhalb-fache Zwillingsstärke bei "Grill den Henssler": Nicht nur die Coaches Nathalie und Jennifer Dienstbach sowie die Schauspielerinnen und Feinkostladen-Betreiberinnen gehen als Zwillinge durchs Leben, sondern auch Irina Schlauch hat eine Zwillingsschwester. Gemeinsam mit Motsi Mabuse bot das Promi-Frauen-Team Steffen Hensslers Kochkünsten beachtliches Contra. (Bild: RTL / Frank. W. Hempel)

"Das ist sowas von verboten, Ladies!"

Übereinstimmend bewerteten Mirja Boes, Reiner Calmund und Christian Rach das ganze Menü als "outstanding" und "großes Kino". Unter dem Coaching der Zwillinge Nathalie und Jennifer Dienstbach boten die Promi-Frauen dem Profikoch kulinarisch ordentlich Contra. Allerdings konnte Henssler alle drei Küchen-Competitions für sich entscheiden, sodass es am Ende 108 zu 95 für ihn stand.

Immerhin gab es angesichts dieses Ergebnisses keinen Diskussionsbedarf... Denn Team Women hatte gegen die Regeln verstoßen und Laura Wontorra Mühe, das im Sinne der weiblichen Solidarität hinzubiegen: "Das ist sowas von verboten, Ladies!" Motsi Mabuse hatte ihren Coaches einen Probierlöffel übers Gatter gereicht. "Sorry, vergessen!" Fünf Punkte Abzug, forderte Henssler und stachelte die Moderatorin an: "Sei jetzt mal eine starke Frau!" Nicht umsonst ist sie aber durch die Schule der Sportberichterstattung gegangen. Clever rettete Wontorra sich und die Damen mit einem Fußball-inspirierten Trick: gelbe Karte für das Frauen-Team! Zum Ausgleich durfte Henssler später auch schummeln und kurz online spicken, wie man Windbeutel macht.

Frauen mit Leidenschaft

Auch geschickt stellte sich Motsi Mabuse an: Einer möglichen Niederlage vorauseilend, schwatzte sie Steffen Henssler vorab seinen eventuellen Gewinn (4.000 Euro) zugunsten des von ihr ausgewählten Wohltätigkeitsprojekts in Südafrika ab. Darüber hinaus unterstützte die working Mom mit eigener Tanzschule tatkräftig Moderatorin Wontorra bei deren Aufgabe, als Beilage zum Küchen-Battle passende Statements zum #VOXforWomen-Motto zu servieren. Motsi Mabuse warb für mehr führende Frauen im Business, Solidarität, Self Care und Gleichberechtigung. Valentina Pahde bestätigte den Vorbild-Charakter von Mabuse: "Wir brauchen mehr Frauen wie Motsi, die ihre Meinung sagen." Das tat auch Fernsehpreisträgerin Irina Schlauch, die als "Princess Charming" eine Unterhaltungssendung "mit Haltung verbinden" wollte und so mit dafür gesorgt hat, dass "lesbische Liebe sichtbar gemacht" wurde im TV.

Da passte es zwar nicht ganz ins Konzept, dass am Ende der einzige Mann in der Runde obsiegte. Aber die Frauen sind wohl stark genug, das zu verkraften.

Im Video: Da ist Pfeffer drin: Die Sprüche von TV-Koch Steffen Henssler

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