Radsport: Profi-Radsport - Die Angst vor der Kreissäge

Um die neuen Scheibenbremsen ist im Profi-Radsport ein Streit entbrannt. Im Peloton bringen unterschiedliche Bremszeiten hohe Gefahr.

Berlin.  Am letzten Tag der Fernfahrt Paris-Nizza ließ Marcel Kittel die Scheibenbremsen weg. "Er sagt mir, wann er sie will, und ich montiere das dann. Das ist von Tag zu Tag unterschiedlich", so der Quick-Step-Mechaniker, der sich in Nizza am Rad des deutschen Top-Sprinters zu schaffen machte. Kittel gehört zu den Profis, die die neue Technologie nutzen, er ist von ihr überzeugt. "Besonders bei Regen hat man Vorteile. Die Scheibenbremsen sind einfach wirksamer", sagt er. Deshalb fuhr er sie in den ersten verregneten Tagen des Rennens.

Schwerer Vorwurf gegen deutschen Sprinter Kittel

Als er zuvor bei der Abu Dhabi Tour in einen Sturz verwickelt war, bezichtigte Sky-Profi Owain Doull jedoch Kittel, dass die Rotoren von dessen Scheibenbremse ihm den Rennschuh aufgeschnitten hätten. Der Thüringer kehrte tags darauf erschrocken zu den alten Bremsen zurück. Mittlerweile kann ihn eine Untersuchung des Verbandes der Sportartikelindustrie WFSGI aufatmen lassen. Die kam zu dem Schluss, dass nach "vorläufiger Prüfung des vorliegenden Materials die Scheibenbremse aller Wahrscheinlichkeit nach als Ursache ausgeschlossen" werden könne.

Die WFSGI untersuchte auch einen weiteren Vorfall, Schnittwunden von Francisco Ventoso bei Paris-Roubaix 2016. Hier wurde sogar ein Forensik-Experte bemüht. Er meinte, dass wegen der Art und Position der heftigen Schnittwunden ein Kettenblatt Auslöser gewesen sei. Es war aber eine Fernanalyse; mit Ventoso sprach der Forensiker nicht. Etwas Zweifel haftet der Studie au...

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