Radsport: Tränen in den Augen und Lippenstift auf der Wange

Radprofi John Degenkolb startet beim Rennen Mailand-San Remo und soll im Team Trek die Rolle des Klassikerkönigs Cancellara übernehmen.

Mailand.  Tränen in den Augen und die Lippenstiftspuren einen Kussmundes auf der Wange – so beendete John Degenkolb vor zwei Jahren seinen Auftritt bei Mailand-San Remo. Gegen eine Wiederholung am Sonnabend hätte der in Frankfurt lebende Radprofi nichts einzuwenden. Er sieht sogar gute Vorzeichen. Zwar gewann er beim Vorbereitungsrennen Paris-Nizza zuletzt keine Etappe. "Aber das war auch schon 2015 so. Und dann kam der Sieg in San Remo", sagte er der Morgenpost. Der vor dieser Saison von Giant Alpecin (jetzt Sunweb) zum Rennstall Trek gewechselte Profi sieht sich gut vorbereitet: "Die Form stimmt. Die Spritzigkeit ist da. Und auch wenn es mit dem Etappensieg nicht geklappt hat, so war ich doch auf Augenhöhe mit den Topsprintern. Ich fühle mich eher stärker als 2015."

Nicht minder wichtig: Degenkolb kam bei Paris-Nizza auch sehr gut über die Berge. "Mit meinem Gewicht sollte ich das nicht übertreiben, wir sind ja keine Supermänner. Aber wir haben mit unserer Tempoarbeit den anderen ganz schön weh getan", blickte er auf die Tage in Frankreich zurück, in denen er sich nach den nur halb erfolgreichen Sprints (Platz zwei und drei) als Helfer für seinen Co-Kapitän Alberto Contador verdingte. Gut über die Berge zu kommen ist wichtig bei auf dem fast 300 Kilometer langen Weg nach San Remo. Die beiden Anstiege zur Cipressa und zum Poggio sind von den Zahlen her mit neun bzw. acht Prozent Maximalsteigung zwar nicht besonders Furcht erregend. Aber wenn das Peloton dort ankommt, hat es aber bereit...

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