RAF: Vor 40 Jahren begann das Morden

Am 7. April 1977 ermordeten Terroristen den Generalbundesanwalt Siegfried Buback.

Der schwarze Mercedes nähert sich langsam der Kreuzung Linkenheimer Landstraße und Moltkestraße in Karlsruhe. Es ist der 7. April 1977, um kurz nach neun am Morgen. Generalsbundesanwalt Siegfried Buback ist auf dem Weg in sein Büro im Justizviertel der Stadt. Sein Fahrer Wolfgang Göbel hat ihn zu Hause abgeholt, Buback sitzt neben ihm. Auf der Rückbank beobachtet der Justizwachtmeister Georg Wurster die Straße. Vielleicht unterhalten sich die drei Männer gerade über ihre Pläne an den bevorstehenden Feiertagen, es ist Gründonnerstag.

Die Ampel an der Kreuzung zeigt Rot, der Wagen hält. Rechts neben das Auto schiebt sich ein Motorrad, Typ Suzuki, mit zwei Personen. Sie sind dunkel gekleidet und tragen olivgrüne Helme. Als die Ampel auf grün schaltet und der Mercedes anfährt, zieht die Person auf dem Sozius ein Schnellfeuergewehr aus einer Tasche und schießt durch die Seitenfenster auf die Insassen, fünfzehn Mal. Dann gibt der Motorradfahrer Vollgas, und die Maschine rast davon. Das Auto rollt noch zehn Meter weiter und rammt einen Pfosten. Der Fahrer, der noch die Tür öffnen konnte, rutscht dabei aus dem Wagen. Passanten bergen die beiden anderen Männer. Buback und Göbel sterben am Tatort, Wurster einige Tage später im Krankenhaus.

Zu der Tat bekennt sich ein „Kommando Ulrike Meinhof“ der „Rote Armee Fraktion“, deren Terroristen seit einige Jahren der Bundesrepublik den bewaffneten Kampf aufzwingen wollen. Doch dieser Anschlag wirkt wie ein Fanal. Mit dem Angriff auf den höchsten Ankläger, eine zentrale Figur des Staatsapparates, erhält der Terror eine neue Qualität. Dabei ahnt an diesem Tag im Vorfrühling des Jahres 1977 noch niemand, dass diese Tat der Auftakt einer Reihe von Terrortaten sein würde, die im „Deutschen Herbst“ des gleichen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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