Ralph Hasenhüttl über Abschied von RB Leipzig: "Absolut berechtigte Kritik"

Ralph Hasenhüttl hat nach dem Aus bei RB Leipzig Fehler eingeräumt. Zudem gab er Einblick in seine Zukunftsplanungen.

Ralph Hasenhüttl hat die Kritik, dass er bei RB Leipzig zu wenig mit seinen Spielern geredet habe, als berechtigt bezeichnet. "Absolut berechtigte Kritik! Ich bin ein kommunikativer Typ bin, aber wenn man fast jeden Tag vor der Mannschaft spricht, bleibt es nicht aus, dass das eine oder andere Einzelgespräch auch der Co-Trainer führt. Vor allem mit den Jungs, die gerade nicht in der ersten Reihe stehen.", sagte er der Bild.

Die Kritik, die "DNA" des Leipziger Spiels verloren zu haben, kann Hasenhüttl hingegen nicht nachvollziehen: "Ich glaube, wir hatten einen hohen Wiedererkennungswert in unserem Spiel. In verschiedenen Situationen ist es aber auch notwendig, flexibel zu agieren und vom eigentlichen Plan abzuweichen."

Hasenhüttl bezeichnet 4:5 gegen Bayern als "Himmel und Hölle"

Groll besteht nach der Trennung aber nicht. Es sei eine "ehrliche Entscheidung für alle Seiten" gewesen, erklärte der 50-Jährige seinen Wunsch, RB nach zwei Jahren und trotz laufendem Vertrag zu verlassen. Man sei aber nicht im Streit auseinander gegangen: "Wir können uns alle in die Augen schauen." 

Die Siege über Bayern München und Borussia Dortmund bezeichnete der Coach als große Momente seiner Zeit in Leipzig. "Der intensivste Moment, den ich als Trainer nie wieder missen möchte, ist das 4:5 gegen Bayern", betonte er. "So ein Spiel mal erleben zu dürfen als Trainer, das war Himmel und Hölle."

Ralph Hasenhüttl: "Die Premier League reizt mich"

Sehr emotional sei es auch bei seinem Abschied zugegangen, "auch mit der einen oder anderen Träne und verbunden mit großem Zuspruch". Verabschieden von der Stadt werde sich Hasenhüttl vorerst aber nicht: Seine Wohnung in Leipzig werde er behalten.

Zukunftspläne gibt es allerdings schon: "Die Premier League reizt mich." Zudem will er Französisch lernen und "bei verschiedenen Klubs hospitieren". Möglich machen soll das eine Auszeit: "Ich plane nicht, kurzfristig wieder einzusteigen."