Ramsauer verteidigt Preiserhöhungen bei Deutscher Bahn

Minister nennt Personal- und Energiekosten als Grund

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Fahrpreiserhöhungen bei der Deutschen Bahn zum Fahrplanwechsel am Sonntag verteidigt. Höhere Preise seien akzeptabel, wenn die Gegenleistung stimme, sagte Ramsauer der Zeitschrift "Superillu". Die Ausgaben der Bahn seien durch höhere Tarifabschlüsse bei den Personalkosten und vor allem durch höhere Energiekosten gestiegen. Auch hier wirke sich die Energiewende aus.

Chaotische Verhältnisse bei der Bahn durch winterliche Verhältnisse erwarte er nicht, sagte Ramsauer. Die Bahn habe durch Nachrüstung von Weichenheizungen, Enteisungsanlagen und mehr Personal zum Schneeräumen vorgesorgt. "Aber eines ist auch klar: Bei schwersten Wetterlagen sind auch wir machtlos", fügte Ramsauer hinzu. "Da braucht man ein wenig Demut vor der Natur." Die Bahn habe sich mit mehr Wagen und Personal auf die steigenden Fahrgastzahlen zu Weihnachten vorbereitet. Überfüllte Züge ließen sich aber in der Weihnachtszeit nicht vermeiden, erklärte Ramsauer und appellierte an das Verständnis der Fahrgäste.

Die Bahn konnte die erhoffte Reserveflotte für den Winter wegen erneuter Verzögerungen bei der Auslieferung von ICE-Zügen nicht aufbauen. Eigentlich hatte Siemens die Auslieferung von acht Zügen zu Beginn des Winterfahrplans zugesagt. Der Bahn drohen daher in diesem Winter bei Schnee und Eis erneut Zugausfälle und Verspätungen.

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