Ranking der US-Präsidenten: Trump auf Rang 41

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Die gute Nachricht für Donald Trump: Der schlechteste aller US-Präsidenten ist er nicht. Allerdings ist er in einem Ranking von Historikern ziemlich weit unten auf der Liste.

Der 45. US-Präsident ist im Ranking der historisch besten Präsidenten die Nummer 41. (Bild: REUTERS/Kevin Lamarque)
Der 45. US-Präsident ist im Ranking der historisch besten Präsidenten die Nummer 41. (Bild: REUTERS/Kevin Lamarque)

Joe Bidens Präsidentschaft ist die 46. in der Geschichte der USA, doch nach einem halben Jahr wurde er noch nicht von den Historikern bewertet. Seinen Vorgänger Donald Trump hingegen ordneten die Wissenschaftler in das Ranking ein, das der Politiksender C-SPAN zum vierten Mal nach 2000, 2009 und 2017 anfertigen ließ. Dieses Mal war Donald Trump zum ersten Mal Teil der Bewertung und die fällt nicht gut für den 75-Jährigen aus.

Trump noch hinter Kurzzeit-Präsident Harrison

Die einzigen drei Präsidenten, denen die Historiker ein schlechteres Zeugnis ausstellen, führten das Land im 19. Jahrhundert. Auf den letzten drei Plätzen landeten Franklin Pierce (1853-57), Andrew Johnson (1865-69) and James Buchanan (1857-61). Doch dann kommt auch schon Donald Trump, sogar noch hinter dem eher unbekannten Präsidenten William Henry Harrison. Der ist der Präsident mit der kürzesten Amtszeit, denn er war nur für 32 Tage im Amt, weil er an einer Lungenentzündung erkrankte und verstarb. Für Harrison übernahm dessen Vizepräsident John Tyler, der im Ranking direkt vor ihm auf Rang 39 landet.

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Für die Umfrage wurden insgesamt 142 Historiker und Kenner der Präsidenten befragt. Nach 2017 wurde die Menge an befragten Experten verdoppelt, um eine "neue Vielseitigkeit in Herkunft, Geschlecht und Alter zu repräsentieren", wie C-SPAN schrieb. In jeder der vier Ranglisten landete Abraham Lincoln auf Platz eins. Dahinter war bis auf einmal der erste US-Präsident George Washington. Nur im Jahr 2000 lief ihm Franklin D. Roosevelt diesen Rang ab, der sonst stets als Dritter vor Theodore Roosevelt abschnitt.

Obama steigt im Ranking

Für das Ranking wurden die Politikwissenschaftler und Historiker gebeten, die Präsidenten in zehn verschiedenen Kategorien einzuordnen. Die US-Präsidenten der Moderne schneiden dabei nicht unbedingt gut ab. Auf Rang zehn kommt Barack Obama (2009-2017) noch hinter der republikanischen Ikone Ronald Reagan (1981-1989). Bill Clinton und George Bush ranken im Mittelfeld aller Präsidenten. George W. Bush landet sogar nur auf Platz 29. Während sich in der Top Ten kaum etwas veränderte, machte Obama in der historischen Betrachtung einen kleinen Sprung nach vorn von Rang 12 bei der letzten Umfrage direkt nach dem Ende seiner zweiten Präsidentschaft auf den zehnten Platz.

Da die Historiker in diesem Jahr auch die Bedeutung von Amtsenthebungsverfahren mit einbezogen, fielen sowohl Clinton als auch Richard Nixon um einige Plätze in der Bewertung. Auch Donald Trumps Ansehen dürften die beiden "Impeachment"-Verfahren nicht beim Ranking geholfen haben. Das nächste Ranking wird dann erst nach der finalen Amtszeit von Joe Biden angefertigt werden, die entweder im Januar 2025 beendet sein wird oder im Falle einer Wiederwahl im Jahr 2029.

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