Rap-Newcomerin Lizzo in acht Kategorien für den Grammy nominiert

Die Rapperin Lizzo

Die Newcomerin Lizzo hat bei der Grammy-Verleihung 2020 die besten Gewinnchancen: Die 31-jährige US-Rapperin ist in acht Kategorien für den begehrten Musikpreis nominiert, wie die für die Verleihung verantwortliche Recording Academy am Mittwoch bekanntgab. Ihr dicht auf den Fersen sind die Popsängerin Billie Eilish und der Country-Rapper Lil Nas X mit jeweils sechs Nominierungen. Konkurrenz bei der Verleihung am 26. Januar haben die drei Newcomer unter anderem von Pop-Größen wie Beyoncé und Ariana Grande.

Die Rapperin Lizzo veröffentlichte bereits 2013 ihr erstes Studioalbum. Ihren Durchbruch feierte sie jedoch erst mit ihrem aktuellen Album "Cuz I love you", das ihr eine Grammy-Nominierung in der Kategorie "Album des Jahres" einbrachte. In die begehrte Kategorie schafften es auch die 17-jährige Billie Eilish mit dem Album "When We All Fall Asleep, Where Do We Go?" und Lil Nas X mit "Old Town Road".

Lizzo, die mit bürgerlichem Namen Melissa Viviane Jefferson heißt und ausgebildete Flötistin ist, reagierte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit Begeisterung auf ihre Nominierungen. "Dies war ein unglaubliches Jahr für die Musik und ich bin so dankbar, Teil davon zu sein", schrieb die 31-Jährige.

Unter den Kandidaten für den wichtigsten US-Musikpreis sind neben altgedienten Pop-Größen wie Beyoncé, Lana Del Rey und Taylor Swift auch die Indie-Rockband Vampire Weekend und Sängerin Ariana Grande, die Nominierungen in fünf Kategorien einsammeln konnte.

Swift, die bereits zehn Mal mit dem Grammy ausgezeichnet wurde, brachte es in diesem Jahr nur auf eine Nominierung in den Hauptkategorien: Ihr Song "Lover" - titelgebend für ihr aktuelles Studioalbum - könnte im Januar als "Song des Jahres" ausgezeichnet werden. Sie ist außerdem in zwei weiteren Pop-Kategorien nominiert.

Die bevorstehende Grammy-Gala in Los Angeles ist die erste Preisverleihung unter der Ägide der neuen Präsidentin der Recording Academy, Deborah Dugan. Sie übernahm das Amt im vergangenen Sommer von ihrem Vorgänger Neil Portnow, der mit Äußerungen über die männliche Dominanz bei den Grammys eine Kontroverse ausgelöst hatte. Portnow hatte gesagt, Frauen sollten sich mehr "anstrengen", um Anerkennung zu bekommen.

Die neuen Nominierungen zeugten von einer "neuen Ära in der Recording Academy", erklärte Dugan am Mittwoch. Die Organisation bestehe nunmehr aus "Mitgliedern, die Vielfalt und Kreativität begrüßen und sich für aufstrebende junge Musiker einsetzen".