Rauchfreie Strände: In Spanien könnte bald das Rauchen am Meer verboten werden

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Ein neues Gesetz ermöglicht es spanischen Gemeinden, ihre Strände zu rauchfreien Zonen zu erklären. Wer das Verbot missachtet und erwischt wird, muss dann tief in die Tasche greifen.

Der Umwelt zuliebe: An spanischen Stränden könnte das Rauchen bald flächendeckend verboten werden. (Symbolbild: Getty Images)
Der Umwelt zuliebe: An spanischen Stränden könnte das Rauchen bald flächendeckend verboten werden. (Symbolbild: Getty Images)

Um gegen die Umweltverschmutzung an öffentlichen Badestränden vorzugehen, will Spanien dort das Rauchen verbieten. Wer sich nicht dran hält, muss in Zukunft mit empfindlichen Strafen rechnen.

Hohe Strafen

Möglich macht das ein neues Abfallgesetz, das laut Redaktionsnetzwerk Deutschland den Konsum von Zigaretten und anderem Tabak am Strand regelt.

Die Entscheidung, ob ihre Strände in Zukunft zur rauchfreien Zone erklärt werden, liegt demnach bei den Gemeinden und ihren lokalen Behörden. Die können dann Strafen von bis zu 2.000 Euro verhängen, wenn sie Raucher*innen erwischen.

Petition hat Verbot ermöglicht

Spanien hat in diesem Bereich schon jetzt strenge Gesetze: In Innenräumen ist mittlerweile das Rauchen vollständig untersagt, genauso an viele Stränden.

Doch das geht den Bürger*innen wohl nicht weit genug. Die konnten ihre Forderung nach rauchfreien Stränden durch eine Petition auf die politische Agenda setzen: Insgesamt haben, Stand Ende Dezember, über 280.000 Menschen unterzeichnet.

Lebewesen in Meeren können schwer geschädigt werden

Daraufhin hat das zuständige Parlament ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das es nun den Gemeinden ermöglicht, das Rauchen auf ihren Stränden unter Strafe zu stellen.

Es geht in erster Linie nicht um die gesundheitlichen Folgen, die durch das Rauchen entstehen. Sondern um Naturverschmutzung. Das Wissenschaftsmagazin Quarks hat einmal gesammelt, welche giftigen Stoffe durch weggeworfene Kippenstummel in die Umwelt gelangen: Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Nikotin.

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfragen der Grünen zur Umweltverschmutzung durch Zigarettenkippen, stellen diese innerhalb der der Obergruppe „Kunststoffe“ die „größte Abfallfraktion“ im Meer dar. Bei Untersuchungen konnte demnach gezeigt werden, dass Fische und andere Meeresebenwese durch die Stoffe in Zigaretten vielfach beeinflusst werden: Die Folgen reichen von Verhaltensänderungen über Schäden im Erbgut bis hin zum Tod.

VIDEO: Totales Tabakverbot für junge Generationen: Neuseeland will Rauchen verbannen

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