Razzia gegen Pflegedienstleister in Süddeutschland und Slowakei

Mit einer Razzia ist der Stuttgarter Zoll am Donnerstag gegen organisierte Schwarzarbeit im Pflegedienst vorgegangen. Mehrere Gebäude wurden im süddeutschen Raum und in der Slowakei durchsucht, wie das Hauptzollamt Stuttgart mitteilte. Die Durchsuchungen richteten sich gegen den Betreiber eines Stuttgarter Pflegeunternehmens sowie den Geschäftsführer einer slowakischen Leiharbeitsfirma.

Den Angaben zufolge wird den beiden Männern vorgeworfen, ausländische Arbeitnehmer als 24-Stunden-Pflegekräfte bei Kunden in Deutschland beschäftigt zu haben. Dabei sollen sie zwischen 2019 und 2020 von 130 Arbeitnehmern Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten und die Sozialkassen betrogen haben. Dabei sei ein Gesamtschaden von rund zwei Millionen Euro verursacht worden.

Nach Angaben des Zolls beschlagnahmten die Ermittler bei den Durchsuchungen Vermögenswerte des Pflegeunternehmens und zahlreiche Beweismittel. Die Durchsuchungen in der Slowakei hätten örtliche Behörden unterstützt. Bereits im April hatte es laut Zoll Ermittlungen gegen einen Stuttgarter Pflegedienstleister wegen Schwarzarbeit gegeben.

tbh/cfm